Papst Franziskus hat in der heutigen Frühmesse für die alten Menschen gebetet, die während der Coronavirus-Pandemie unter Isolation, Einsamkeit und Angst leiden.

"Ich möchte, dass wir heute für die alten Menschen beten, die in diesem Moment auf besondere Weise leiden, mit einer sehr großen inneren Einsamkeit und manchmal mit so viel Angst", sagte der Papst am 17. März in der von EWTN TV übertragenen Messe. 

In Deutschland, Österreich und Italien wurden öffentliche Gottesdienste – wie in anderen Ländern auch – mittlerweile verboten. 

"Lasst uns zum Herrn beten, dass er unseren Grossvätern, unseren Grossmüttern, allen alten Menschen nahe ist und ihnen Kraft gibt", fügte er hinzu. "Sie gaben uns Weisheit, Leben und Geschichte. Wir sind ihnen auch durch das Gebet nahe."

Papst Franziskus las in der Kapelle des Domus Sanctae Marthae seine tägliche Messe für alle vom weltweiten Ausbruch des Coronavirus Betroffenen, für die an COVID-19 Erkrankten sowie alle, die im Einsatz gegen die Pandemie sind.

In seiner Predigt sprach Papst Franziskus über die Worte Jesu an seine Jünger über die Vergebung.

Jesus habe gerade über Einheit und Freundschaft gepredigt, sagte der Papst, als Petrus fragte, was zu tun sei, wenn einer ihrer Brüder sie beleidigt, gegen sie sündigt.

Franziskus erklärte, dass die Antwort Jesu auf die Vergebung "siebzig mal sieben" bedeutet, dass man eigentlich immer vergeben sollte. Der Papst stellte fest, dass es nicht leicht ist, zu vergeben; unsere Herzen sind egoistisch und sie hängen an Hass, Rache und Groll.

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"Das ist es, was der Teufel will", sagte der Papst. "Der Teufel will, dass Hass und Groll wachsen, oft über Kleinigkeiten, um alles zu zerstören".

So wie Gott aber dem reuigen Sünder letztlich zu vergeben bereit ist, so sei auch der katholische Christ gefordert, zu vergeben.

Papst Franziskus riet den Menschen, über die Vergebung nachzudenken, wenn sie zur Messe und zum Sakrament der Beichte gehen und sich dabei selbst fragen: "Vergebe ich?"

Er sagte: "Um Vergebung zu bitten, bedeutet zu vergeben. Die beide Dinge gehören zusammen." Wer Vergebung schenke, dem werde auch vergeben werden, betonte der Pontifex am 17. März.

Hannah Brockhaus trug zur Berichterstattung bei.

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