Papst Franziskus zum McCarrick-Report: "Bin Opfern nahe"

Papst Franziskus bei der Übertragung der Generalaudienz aus dem Apostolischen Palast im Vatikan am 11. November 2020.
Foto: Vatican Media

Einen Tag nach der Veröffentlichung des McCarrick-Reports hat Papst Franziskus bei der Generalaudienz ein kurzes Statement abgegeben. 

"Gestern wurde der Bericht über den traurigen Fall des ehemaligen Kardinals Theodore McCarrick veröffentlicht. Ich erneuere meine Nähe zu den Opfern sexuellen Missbrauchs und das Engagement der Kirche, dieses Übel auszurotten", sagte er am heutigen Mittwoch.

Der Titel des knapp 450 Seiten langen Dokuments ist: "Bericht über das institutionelle Wissen und den Entscheidungsprozess des Heiligen Stuhls in Bezug auf den ehemaligen Kardinal Theodore Edgar McCarrick (Zeitraum von 1930 bis 2017)".

Der volle McCarrick-Report wurde in englischer und italienischer Fassung veröffentlicht. 

Die Generalaudienz wurde – wie bereits vergangene Woche – wegen der Covid-19-Pandemie per Video aus dem Apostolischen Palast übertragen. 

In seiner Ansprache widmete sich der Papst erneut dem Gebet. "Unser Glaube erscheint uns oft schwach, doch das Gebet hilft uns, dass wir nicht verzagt und mutlos werden", sagte der Pontifex in der Übetragung zum 11. November.

Franziskus rief dazu auf, wie Jesus hartnäckig zu beten: "Jesus stand in einem stetigen Dialog mit dem Vater. Die Zeiten des stillen Gebets waren der Dreh- und Angelpunkt seiner Sendung auf Erden. In verschiedenen Gleichnissen kommt der Herr auf die Hartnäckigkeit zu sprechen, die den Beter Gehör finden lässt".

"Selbst in der Nacht des Glaubens beten wir nie allein", fuhr Franziskus fort.

"Jesus ist uns dann nicht nur Lehrer des Gebets, er nimmt uns sogar in sein eigenes Beten auf. Der heilige Augustinus hat dies in einem großartigen Gedanken so formuliert: Jesus 'betet für uns als unser Priester, er betet in uns als unser Haupt, wir beten zu ihm als unserem Gott. Vernehmen wir also unsere Stimme in ihm und seine Stimme in uns'".

 

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