Rheinland-Pfalz: "3G-Regel" gilt nun für heilige Messen

Die 3G-Regel: Geimpft, genesen, getestet.
Foto: Rudolf Gehrig / CNA Deutsch

In Rheinland-Pfalz gilt für heilige Messen nun die sogenannte "3G-Regel" (getestet, genesen, geimpft). In der aktuellen Corona-Verordnung, die bis zum 15. Dezember vorerst gültig bleibt, wird festgelegt, dass im gesamten Bundesland Gottesdienste nur dann besucht werden dürfen, wenn man einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen kann. Andernfalls ist ein negativer Corona-Test nötig.

Kritik an dieser Verordnung kommt derweil vom Katholischen Büro in Mainz.

Garant für Religionsfreiheit?

Gegenüber der "KNA" teilte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Denis Alt (SPD), mit:

"Die 3G-Regel für den Besuch von Kirchen und Glaubenseinrichtungen gewährleistet die Teilhabe von nicht-immunisierten Menschen mit einem negativen Testergebnis eines Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests und trägt dem hohen, verfassungsrechtlich geschützten Gut der Freiheit der Religionsausübung Rechnung."

In Rheinland-Pfalz gilt in Innenräumen flächendeckend  die 2G-Regel, so Schalt weiter. Bei anderen Veranstaltungen hätten nur Geimpfte und Genesene Zugang.

Kritik aus Mainz

Der Leiter des Katholischen Büros in Mainz, Dieter Skala, hält die verordnete 3G-Regel für Eucharistiefeiern in Hinblick auf die Religionsfreiheit für bedenklich. Auf den ersten Blick sei die Einschränkung zwar nachvollziehbar, wenn auch problematisch, da ein ungehinderter Zugang zu Gottesdiensten nicht mehr möglich sei.

Man wolle deshalb "weiter im Gespräch mit der Landesregierung" bleiben, so Skala.

Erst in dieser Woche hat der Ständige Rat der  Bischofskonferenz die Gläubigen eindringlich zur Impfung aufgerufen (CNA Deutsch hat berichtet). Besonders zur Weihnachtszeit werden weitere Einschränkungen für den Gottesdienstbesuch erwartet.

Eine Übersicht zu den aktuellen Regelungen in vielen Bistümern finden Sie hier.

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