Seit Januar: Mindestens 10 Untergrund-Priester in chinesischer Provinz Hebei verschleppt

Chinesische Flagge
Foto: Unsplash / Alejandro Luengo

Seit Jahresbeginn sind mindestens 10 katholische Priester in der chinesischen Provinz Hebei verschleppt worden. Laut AsiaNews sind Anfragen an die Polizei in der Millionenstadt Baoding über den Verbleib der Priester, die zur verfolgten und romtreuen Untergrund-Kirche gehören, bislang erfolglos geblieben.

Der chinesische Staat schränkt unter dem Begriff "guanzhi" die Bewegungsfreiheit und die Aktivitäten von Personen ein. Außerdem werden sie gezwungen, an politischen Sitzungen teilzunehmen und in die offizielle Staatskirche einzutreten. "Der Beitritt zur offiziellen Kirche bedeutet jedoch, dass man sich der Kommunistischen Partei Chinas anschließt und unterwirft", so AsiaNews.

Bischof James Su Zhimin von Baoding wurde bereits 1996 bei einer Prozession festgenommen. Seit 2003, als Familienangehörige ihn umringt von Sicherheitsbeamten zufällig in einem Krankenhaus trafen, wurde er nicht mehr gesehen. Bereits von 1996 hatte er insgesamt 26 Jahre in Gefängnissen und Arbeitslagern verbracht.

Die Vereinbarung zwischen China und dem Vatikan sei "ein weiterer Schlag" für die Untergrund-Kirche gewesen, heißt es bei AsiaNews – einer Nachrichtenseite, die vom Päpstlichen Institut für die auswärtigen Missionen betrieben wird. "In ihrer jetzigen Form betrifft die Vereinbarung nur die Weihen neuer Bischöfe, wird aber von der chinesischen Regierung und der Einheitsfront als 'Beweis' dafür benutzt, dass der Vatikan die Parteilinie der totalen Kontrolle über die Kirche unterstütze."

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