Unter Kommunisten durfte sein Name nicht fallen. Heute feiert Ungarn seine Seligsprechung

János Brenner
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Am heutigen 1. Mai wird der ungarische Priester und Märtyrer János Brenner (1931-1957) seliggesprochen.

Der junge Priester wurde vom kirchenfeindlichen Staat beobachtet und in der Nacht zum 15. Dezember 1957, die heilige Eucharistie bei sich tragend, mit 32 Messerstichen ermordet.

Das kommunistische Regime versuchte sogar, die Gläubigen an der Teilnahme an seinem Begräbnis in Szombathely (dt. Steinamanger) zu hindern. Heute wird er am gleichen Ort seliggesprochen. 

In der kommunistischen Volksrepublik Ungarn durften János Brenner und sein Tod bis zur friedlichen Revolution 1989 nicht erwähnt werden. Die Ungarn vergaßen den frommen Priester trotzdem nicht. Die Akten für sein Seligsprechungsverfahren wurden 2008 an die Kongregation in Rom übergeben, welches dessen Gültigkeit ein gutes Jahr später bestätigte.

Papst Franziskus erkannte am 8. November 2017 das Martyrium offiziell an, dass Voraussetzung für die Seligsprechung war. 

Der ungarische Botschafter am Heiligen Stuhl, Eduard Habsburg, freute sich auf Twitter über die heutige Zelebration. Gegenüber CNA Deutsch kommentierte er:

"Was ganz erstaunlich ist, ist die starke Reaktion, die ich auf Twitter bereits bei der Ankündigung der Seligsprechung vor einigen Monaten hatte. Begeisterung aus der ganzen Welt! Mag natürlich daran liegen, dass mir vor allem gläubige Katholiken folgen, aber so ein starkes Echo bei einem ungarischen Priester aus den 50er Jahren hätte ich eigentlich nicht erwartet".