Weniger Segnungsfeiern für homosexuelle Paare als im Vorjahr – aber ein Bischof macht mit

Eine Regenbogenflagge über dem Altar der Jugendkirche in Würzburg am 10. Mai 2021
Foto: Gehrig / CNA Deutsch

Auch im Jahr 2022 finden wieder zahlreiche Segnungsfeiern für homosexuelle Paare statt: Bei insgesamt 80 Gottesdiensten – laut offizieller Liste der Aktion "Liebe gewinnt" – ist allerdings ein Rückgang von rund 30 Feiern gegenüber dem Vorjahr zu verbuchen.

Im Jahr 2021 hatten sich Priester bei 111 Segnungsfeiern einer direkten Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation widersetzt, wonach es der Kirche nicht möglich ist, homosexuelle Verbindungen zu segnen. Konsequenzen gab es bislang aus Rom nicht.

"Das Vorhandensein positiver Elemente – die in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind – in solchen Beziehungen ist trotzdem nicht in der Lage, diese zu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist", erklärte die Glaubenskongregation im März 2021.

Erstmals wird am Dienstag ein Bischof an einer Segnungsfeier für homosexuelle Paare teilnehmen. Der Essener Weihbischof Ludger Schepers werde bei einem entsprechenden ökumenischen Gottesdienst zugegen sein, berichtete das Kölner Domradio.

Im Bistum Magdeburg findet am Dienstag eine Segnungsfeier in der Kathedrale von Bischof Gerhard Feige statt, wie es auf der Internetseite der Diözese heißt.

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