Whistleblower: Pinterest verbietet Lebensschützer, unterdrückt christliche Inhalte

Der Fall wirft auch die Frage auf, ob und wie andere Dienste wie Twitter oder Google mit christlichen Inhalte umgehen

Lila Rose, Gründerin von Live Action
Foto: CNA
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300 Millionen Menschen sind aktive Nutzer von Pinterest, einem weltweit genutzten Social-Media-Dienst. Doch Unterlagen eines Whistleblowers zufolge unterdrückt und sperrt der Dienst aktiv christliche Inhalte. Gleichzeitig wurde "Live Action", eine Lebensschutz-Gruppe, von der Plattform verbannt.

Der Fall wirft auch die Frage auf, ob und wie andere Dienste wie Twitter oder Google mit christlichen Inhalte umgehen.

Wie von "Live Action"-Mitarbeitern veröffentlichte Emails zeigen, hat "Pinterest" die US-amerikanische Gruppe mit der Begründung gesperrt, dass seine Inhalte "gesundheitsschädlich" seien. Doch Links zu Inhalten wie "Die 20 Besten Wege, daheim eine Fehlgeburt herbeizuführen" waren am 13. Juni weiterhin öffentlich zugänglich.

"Was genau will Pinterest eigentlich verbieten? Inspirierende Botschaften für schwangere Mütter, wissenschaftliche Ultraschallbilder über die Entwicklung menschlichen Lebens, medizinisch korrekte Informationen über Abtreibung, und Botschaften, dass Frauen etwas Besseres verdient haben als das, was der führende Abtreibungsanbieter Planned Parenthood macht", so Rose in einer Pressemittteilung.

Dass es nicht nur Abtreibung geht: Das zeigen offenbar interne Pinterest-Dokumente, die am Dienstag dieser Woche von einem Software-Ingenieur veröffentlicht wurden, der für Pinterest arbeitete.

Eric Cochran zufolge wurden Websites wie "Live Action" absichtlich als "pornografisch" eingestuft - und damit blockiert.

Der Whistleblower veröffentlichte auch Unterlagen, denen zufolge Mitarbeiter von Pinterest christliche Begriffe wie "christliches Ostern" und "Bibelverse" als "sensible" Suchbegriffe gekennzeichnet haben, was dazu führt, dass diese Begriffe nicht in den Ergebnissen der automatischen Suche auf der Website erscheinen.

Cochran sagt, er habe die Dokumente über die Aktivistengruppe "Project Veritas" an die Öffentlichkeit gebracht - und sei anschließend von seinem Job bei Pinterest entlassen worden.

In einer weiteren E-Mail vom 11. Juni, die von Lila veröffentlicht wurdem teilt ein Sprecher von Pinterest mit, dass das Konto von "Live Action" wegen "Fehlinformationen im Zusammenhang mit Verschwörungen und Anti-Impfempfehlungen, nicht Pornos" gesperrt worden sei und dass die "internen Tools" der Plattform vor Jahren zur Bekämpfung von Pornos verwendet und entsprechend bezeichnet, dann nicht weiter umbenannt wurden.

Eine Anfrage von CNA an Pinterest, welche spezifischen Pins von Live Action die Plattform als "Fehlinformationen" gekennzeichnet hatte und wie sie die fraglichen Informationen überprüften, wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht beantwortet.

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