WJT Krakau: Zusammen mit dem Papst kommen wir weit, sagen die jugendlichen Pilger

Jugendliche aus Bayern, Deutschland und der ganzen Welt beim Weltjugendtag in Krakau am 26. Juli 2016.
Foto: CNA/Maria Ximena Rondon
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Gestern, beim Eröffnungsgottesdienst zum Weltjugendtag (WJT) im Blonia-Park, Krakau, herrschte eine große Feststimmung. Die Jugendlichen begrüßten sich, ohne dass Sprache oder Herkunftsland von Bedeutung gewesen wären. Sie umarmten sich und tanzten zusammen. Sie nahmen aktiv an der Heiligen Messe teil und sangen voll Enthusiasmus.

Obwohl es vor der Heiligen Messe geregnet hatte, knieten sich viele im Moment der Wandlung hin, ohne auf den Schlamm zu achten. Über der Menge wehten die Fahnen der verschiedenen Länder und alle antworteten mit Freude auf den Gruß, den der Erzbischofs von Krakau, Kardinal Stanislaw Dziwisz, in unterschiedlichen Sprachen vortrug.

CNA sprach nach der Heiligen Messe mit mehreren Jugendlichen über ihre Erfahrungen.  Guillermo Morales ist ein 18-jähriger Spanier, er kommt aus Madrid und erzählt, dass während der Messe "eine sehr bewegende Stimmung der Sammlung herrschte, von großer geistlicher Intensität und Kraft."

"Es gab einen besonderen Moment in der Messe, in dem mir aufgegangen ist, dass wir Katholiken nicht wenige sind, sondern viele und dass wir viele sind, die die Wahrheit verteidigen. Zusammen mit dem Papst und den anderen Jugendlichen können wir weit kommen."

Naida Diril ist 25 Jahre alt und kommt aus Istanbul (Türkei), zusammen mit circa 60 weiteren Pilgern aus ihrem Land. Für sie war die Heilige Messe "eine schöne Erfahrung. Mir gefiel vor allem der Schlussteil, als wir alle gesungen und getanzt haben."

Sie fügt hinzu, dass der Glaube der Christen in der Türkei sehr stark sei, und "deshalb sind wir hier, beim Weltjugendtag."

Gabriel Barzola ist ein Pilger aus Córdoba (Argentinien). Er ist 18 Jahre alt und für ihn war die Heilige Messe "ein geniales, schönes Spektakel. Sie hat mein Herz berührt und ich bekam Gänsehaut, als ich so viele schöne Wort hörte und so viele Menschen sah."

Carlos  Muñoz ist ein 25-jähriger Bolivianer, der hervorhob, sich sehr darüber gefreut zu haben "so eine große Menschenmenge zu sehen, vor allem so viele Jugendliche aus allen Teilen der Welt, die diesen Moment der Heiligen Eucharistie feierten und zu sehen, dass in den Jugendlichen die Frömmigkeit und der Glaube weiterhin vorhanden sind."

"Diese Emotion, die wir sowohl in der Messe als auch auf den Straßen erleben, ist immens, ist groß und es ist eine Freude, sie mit allen zu teilen" fügt er hinzu.

Javier Gonzalo Gómez ist 14 Jahre alt und kommt aus dem Norden Perus. Es ist sein erster Weltjugendtag und die Heilige Messer erschien ihm "sehr interessant und bewegend. Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass es so schön sein würde."

Annarita Turchiano ist eine 21-jährige italienische Pilgerin und sagt zu CNA, dass der Eröffnungsgottesdienst eine "sehr beeindruckende und tiefe Erfahrung war. Für mich war sogar das Schweigen bedeutsam."

Laurence Sánchez ist 31 Jahre alt und kommt aus Los Angeles (Vereinigte Staaten) zum WJT. Für ihn war die Eucharistiefeier "sehr schön, ich habe sie wirklich genossen. Ich fühlte mich so gut, Teil einer großen Kirche zu sein, mit frohen Menschen rundherum."

"Indem sie einen Priester angreifen, greifen sie die Wurzel Frankreichs an"

Die Heilige Messe war Pater Jacques Hamel, einem 84-jährigen Priester, gewidmet, der gestern Morgen vom Islamischen Staat (IS) in Frankreich, in einer Pfarrei der Normandie, getötet worden war.

Für Malo De Guibert, einen 19-jährigen Franzosen, ist dies "ein Vorfall, der uns zutiefst trifft, denn es ist ein französischer Priester und wir Gläubigen sind alle eine Familie".

"Vor Kurzem waren viele Familien in Nizza betroffen und jetzt geschieht das im Haus Gottes. Es ist ein schreckliches Ereignis, das die Kirche in Frankreich trifft. Beten wir für den Priester, für dieses Gotteshaus und für die Kirche in diesem Land" sagte er zu CNA.

Der 20-jährige Francois Bourrier erklärt, dass "die Islamisten, indem sie einen Priester angreifen, die Wurzel Frankreichs angreifen."

Beide verweisen darauf, dass die Christophobie in Frankreich sehr stark sei und die Medien sich nicht für die ständigen Profanierungen von Friedhöfen und Kirche interessierten.

"Wir hoffen, dass die französischen Katholiken aufstehen und die Probleme angehen. Wir sind zum Weltjugendtag gekommen, um zu zeigen, dass wir nicht Betrachter, sondern Zeugen der Liebe Christi sind" erklären sie.