Zölibat der Priester hat bedeutende Verteidiger in der Amazonas-Synode

Papst Franziskus mit Pilgern und Teilnehmern der Amazonas-Synode am 7. Oktober 2019
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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In den Vollversammlungen vom Dienstag, dem 8. Oktober, haben sich mehrere Synodenväter im Rahmen der Amazonassynode zugunsten der Verteidigung des Zölibats der Priester in der katholischen Kirche ausgesprochen.

Eine Quelle innerhalb der Bischofssynode informierte die ACI / CNA Nachrichtenagenturen, dass unter den Verteidigern des Priesterzölibates unter anderem die Kardinäle Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und Kardinal Peter Turkson, Präfekt des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, waren.

Unterstützung kam auch von Bischöfen aus Brasilien und Peru:

Bischof Vital Corbellini von Marabá und Erzbischof Alberto Taveira Correa von Belém do Pará, beide aus Brasilien, sprachen sich für den Zölibat aus.

Für die Ehelosigkeit des lateinischen Priestertums ergriffen zudem die peruanischen Bischöfe Emiliano Antonio Cisneros Martínez von Chachapoyas und Rafael Alfonso Escudero López-Brea von Moyobamba das Wort.

Zudem unterstützten den Priesterzölibat Monsignore Waldo Rubén Barrionuevo Ramírez, Apostolischer Vikar von Reyes in Bolivien und der Salesianerpater Martín Lasarte Topolanski.

Die Quelle weiter: "Eine signifikante Anzahl von brasilianischen Teilnehmern ihre Unterstützung für verheiratete Priester zum Ausdruck brachte und einer von ihnen auf die Weihe von Frauen bestand, obwohl Papst Franziskus die Tür für diese Möglichkeit geschlossen hat."

Im Mai diesen Jahres hatte der Papst auf der Pressekonferenz an Bord des Flugzeugs auf dem Rückflug von Mazedonien nach Rom erklärt, dass nach dem Studium einer Kommission über die Möglichkeit der Diakonweihe für Frauen in der Kirche und mit dem, was in dieser Gruppe erarbeitet wurde, "es bis zu diesem Moment nicht geht."

Auch prominente Theologen wie Marianne Schlosser und Karl-Heinz Menke haben nachdrücklich an die Unmöglichkeit der Weihe von Frauen kurz vor Beginn der Synode erinnert.

Die Ordination von viri probati, also verheirateter, anerkannt tugendhafter Männer, wird unter Nummer 129 des Instrumentum Laboris für die Synode angesprochen. Dort heißt es:

"In der Überzeugung, dass der Zölibat ein Geschenk für die Kirche ist, wird darum gebeten, im Blick auf die entlegensten Gebiete der Region die Möglichkeit zu prüfen, ältere Menschen zu Priestern zu weihen. Diese Menschen sollten vorzugsweise Indigene sein, die von ihrer Gemeinde respektiert und akzeptiert werden. Sie sollten geweiht werden, obwohl sie schon eine konstituierte und stabile Familie haben, mit dem Ziel, die Spendung der Sakramente zu sichern, die das Leben der Christen begleiten und stützen."

Im August äußerte Papst Franziskus in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung La Stampa, dass dieses Thema keines der wichtigsten der Synode sei, sondern "einfach eine Nummer im Instrumentum Laboris. Das Wichtigste werden jene, die die Evangelisierung durchführen und die verschiedenen Arten der Evangelisierung sein.

Am 7. Oktober hatte der Heilige Vater auch erklärt, dass das Instrumentum Laboris zwar Ausgangspunkt sei, aber für das Werk des Heiligen Geistes - so wörtlich - "zerstört" werden soll. Das Arbeitspaper "ist ein Märtyrertext, der dazu bestimmt ist, zerstört zu werden, denn dort ist es als Ausgangspunkt für das, was der Geist in uns tun wird", sagte Franziskus wörtlich.

Das "Instrumentum" war im Vorfeld der Synode von Indigenen, einzelnen Priestern und Bischöfen im Amazonasgebiet scharf kritisiert worden: Das Vorbereitungspapier gehe völlig an den Realitäten Amazoniens vorbei.

Gleichzeitig erhoben Kardinäle und Theologen Bedenken über mögliche Häresie und Apostasie im Dokument, darunter von den Kardinälen Walter Brandmüller und Gerhard Ludwig Müller.

JD Flynn und Susanne Finner trugen zur Berichterstattung bei.

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