Kultur des Lebens

Martin Brüske / Mit freundlicher Genehmigung

„Ein blutleerer Katholikentag“

Ein Rückblick auf das katholische Deutschlandtreffen in Stuttgart

Illustration /  Diana Polekhina / Unsplash (CC0)

Über Suizidbeihilfe in kirchlichen Häusern

Ein Gastkommentar zu einer „Ökumenischen Stellungnahme“

Illustration / Aditya Romansa / Unsplash (CC0)

Selbstverantwortete Freiheit?

Abtreibung in Deutschland: Ein Gastkommentar zur Debatte um Paragraph 219a

Schwangere Frau  / Pixabay

Lebensschutz heute – oder „Mehr Fortschritt wagen“?

Gastkommentar

24. November 2021

Von Thorsten Paprotny

Lebensschutz heute – oder „Mehr Fortschritt wagen“? / von Thorsten Paprotny Anmerkungen zum „Koalitionsvertrag“   Heute wurde der „Koalitionsvertrag“ der sogenannten „Ampel“ als Fortschrittsprogramm öffentlich vorgestellt und inszeniert. Christen, Andersgläubige und für den Lebensschutz einstehende Agnostiker können auf Seite 116 explizit lesen, was offenbar als „Fortschritt“ verstanden wird: „Schwangerschaftsabbrüche sollen Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sein. Die Möglichkeit zu kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen gehören zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung. Sogenannten Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegnern setzen wir wirksame gesetzliche Maßnahmen entgegen. Wir stellen die flächendeckende Versorgung mit Beratungseinrichtungen sicher. Schwangerschaftskonfliktberatung wird auch künftig online möglich sein. Ärztinnen und Ärzte sollen öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen. Daher streichen wir § 219a StGB.“ Dass Ärzte künftig mit dem Thema „Schwangerschaftsabbruch“ vertraut sein müssen oder zu einer Fortbildung verpflichtet werden können, zeigt an, dass die Aufgaben des Heilberufes offenbar umgedeutet werden. Dass grundsätzlich die „Möglichkeit zu kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen“ als Element einer „verlässlichen Gesundheitsversorgung“ angesehen wird und Beratungsgespräche mit Schwangeren in den Raum der Virtualität verlagert werden, stimmt sicher nicht nur Katholiken mehr als nachdenklich. Anders gesagt: Ich hoffe, dass Katholiken, Kleriker wie Weltchristen, diesen Koalitionsvertrag genau lesen. Auch viele Protestanten wird und sollte das empören. Man mag erahnen, was hinsichtlich Suizidbeihilfe noch verfügt werden wird. Und wie stehen Sie, liebe Schwestern und Brüder im Glauben, zum Lebensschutz?  Ich halte es mit dem Regensburger Bischof Dr. Voderholzer, der beim Gottesdienst, mit dem am 16. September 2017 der Berliner „Marsch für das Leben“ endete, an die Verfassung erinnerte und in seiner Predigt ausführte: „Das Grundgesetz unseres Landes hat – unter dem Eindruck der Folgen einer menschenverachtenden Ideologie – im ersten Artikel festgehalten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung der staatlichen Gewalt.“ In Artikel 2 heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“ (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland) Diese Rechte gelten für das Leben jeder menschlichen Person vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu ihrem letzten Atemzug, unabhängig davon, ob die betreffende Person den ästhetischen, ökonomischen oder sonstigen Erwartungen und Vorstellungen anderer oder der Gesellschaft entspricht. Jede menschliche Person ist ein Zweck an sich selbst, darf dementsprechend auch nicht anderen Interessen geopfert werden. Diese elementaren Einsichten, erarbeitet vor allem von der großen deutschen Philosophie, sind der menschlichen Vernunft evident. Und sie gehören zum Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft. Wir sollten sie und ihren philosophisch einsichtigen Geltungsanspruch nicht leichtfertig preisgeben und uns nicht zu früh auf die Position des Glaubens stützen. Das Thema Lebensrecht ist nicht erst ein christliches Thema, es ist ein Menschheitsthema. Es geht um das Recht, um die Anerkenntnis des Rechtes anderer, die meinem Handeln Grenzen setzen. Und es geht letzten Endes um das Funktionieren des Rechtsstaates.“ Damit hat Bischof Voderholzer ein ganz anderes, nämlich das wahre Fortschrittsprogramm charakterisiert – für Christen, Andersgläubige und Agnostiker.  

Babyschuhe / Janko Ferlič / Unsplash (CC0)

Ungeborene Kinder in Gefahr

Die Würde des ungeborenen Kindes, ob behindert oder nicht, ist unantastbar.

Illustration / Giammarco Boscaro / Unsplash (CC0)

Lebensschutz im Spannungsfeld zwischen Rechtsobjekt und Rechtssubjekt

Essay

2. August 2020

Von Lothar C. Rilinger

"Diese Organisationen tarnen sich als Anbieter medizinischer Versorgung, doch ihr primäres Ziel ist es, massenhaft Abtreibungen in eigenen Kliniken durchzuführen".

"Warum nicht lieber in gute Aufklärung, ein gutes Hilfsnetz und bessere Förderung von Frauen mit Kindern und Familien investieren, damit der Mut bestärkt wird, ein Kind auszutragen, was vielleicht nicht geplant wa?"
 / Pixabay (CC0)

Weltfrauentage sollten das Leben feiern

Blog

12. März 2018

Von Elisabeth Illig

Diese Woche im Blog "Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter": Die Konsequenzen eines falschen Verhältnisses zu Sexualität und Körper – und warum zum Leben ermutigen immer besser ist als zum Töten ungeborener Kinder

Symbolbild / Nikos Apelaths via Pixabay

300.000 Abtreibungen jährlich in Deutschland? Verkehrte Welt und unverhoffte Unterstützung

7. Februar 2017

Von Dr. Claudia Kaminski

Unverhofft kommt oft – in diesem Fall die Unterstützung eines europaweit bekannten Abtreibers für die deutsche Lebensrechtsbewegung. Ein Gastkommentar.