Angesichts des Verbots stillen Gebets in "Zensurzonen" rund um Abtreibungskliniken hat ein führender afrikanischer Kardinal  am Dienstag äusserst scharfe Kritik an der Politik westlicher Länder geführt.

Der südafrikanische Kardinal Wilfrid Napier schrieb in den Sozialen Medien am 2. Mai: Früher habe der Westen noch "Hitler für seine Abtreibungspolitik gegenüber den Juden" verurteilt, ebenso wie "die Sowjetunion für die Unterdrückung religiöser Praktiken".

"Jetzt versucht derselbe Westen, afrikanische Länder dazu zu bringen, Abtreibung als Recht einzuführen! Und Großbritannien verbietet das Gebet! Und das nennt sich Zivilisation!", so Napier auf Twitter

Der emeritierte Erzbischof von Durban reagierte damit auf einen an König Charles III. gerichteten Vorschlag des englischen Papstbiographen Austen Ivereigh — veröffentlicht zum Video der neuen Festnahme der britischen Lebensschützerin Isabel Vaughan-Spruce: "König Karl III. wird am Samstag schwören, 'ein Umfeld zu fördern, in dem Menschen aller Glaubensrichtungen und Überzeugungen frei leben können'. Vielleicht könnte er als ersten Schritt das Parlament dazu auffordern, den Menschen zu erlauben, still und friedlich zu beten, auch an Orten, an denen ihre Anwesenheit unerwünscht ist?" 

Der Fall der katholischen Mutter hat wiederholt für Schlagzeilen gesorgt, wie CNA Deutsch berichtete — ebenso wie die Festnahme des katholischen Priesters Sean Gough.

Der britische Kleriker wurde in einer "Zensurzone" festgenommen, weil er für die Redefreiheit betete. Im Interview mit CNA Deutsch sprach er im Februar über seine ganz persönliche Motivation für sein Engagement.

König Charles III. wird am kommenden Samstag, 6. Mai, in Westminster Abbey zum König des Vereinigten Königreichs und weiterer Länder des Commonwealth gekrönt, zu dem auch Australien, Neuseeland und Kanada gehören. 

 

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