Vatikan: Beileidstelegramm zum Tode Berlusconis

Papst Benedikt XVI. bei einer Begegnung mit dem italienischen Politiker Silvio Berlusconi
Vatican Media (Archiv)

Der Vatikan hat im Namen von Papst Franziskus der Familie des verstorbenen Silvio Berlusconi sein Beileid ausgesprochen. Der italienische Politiker und Medienmogul war heute Morgen an den Folgen einer chronischen Leukämie-Erkrankung gestorben.

In einem Telegramm an seine Tochter Maria Elvira, das vom Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen des Pontifex gesendet wurde, drückte Papst Franziskus seine Nähe und Anteilnahme am Schmerz für den Verlust eines “Protagonisten des italienischen politischen Lebens” aus, der “öffentliche Verantwortung mit energischem Temperament” wahrgenommen habe.

Der Papst bat Gott, ihm die ewige Ruhe zu schenken und diejenigen zu trösten, die um ihn trauern. Er schloss sich dem Beileid mit einem “feurigen Gedenken im Gebet” an.

Berlusconi war eine schillernde und umstrittene Persönlichkeit in der italienischen Politik, die mehrmals wegen Korruption und Skandalen vor Gericht stand. Er war viermal Ministerpräsident.

Der Politiker hatte mehrere Begegnungen mit den Päpsten seiner Zeit. Er traf Johannes Paul II. bei verschiedenen Anlässen, darunter bei dessen Besuch in Italien im Jahr 2003. Er besuchte Benedikt XVI. im Vatikan im Jahr 2005 und 2008 und empfing ihn in seiner Residenz in Rom im Jahr 2009. Er nahm auch an der Amtseinführung von Papst Franziskus im Jahr 2013 teil.

Berlusconi identifizierte sich selbst als Katholik, auch wenn er unter anderem mehrmals geschieden und wiederverheiratet war, und eine Homo-"Ehe" unterstützte. Er sagte einmal, dass er “an Gott glaube, aber nicht an die Religion”. Er förderte einige kirchliche Anliegen wie den Schutz des Lebens und der Familie, aber auch andere, die der katholischen Lehre widersprechen, wie die Legalisierung der Sterbehilfe.

 

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