Redaktion - Dienstag, 1. April 2025, 15:30 Uhr.
Als „wichtiges ökumenisches Ereignis“ hat Bischof Gerhard Feige seine Begegnung mit Katholikos Baselios Marthoma Mathews III., dem Oberhaupt der malankarischen orthodox-syrischen Kirche, charakterisiert. Feige, der Bischof von Magdeburg, traf in seiner Funktion als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) mit Mathews am Freitag in Berlin zusammen.
Die Begegnung „bestätigt und fördert die guten Beziehungen, die nicht zuletzt durch die regelmäßigen bilateralen Dialogtreffen in Kerala bestehen“, unterstrich Feige in seinem Grußwort. „Im Jahr 1990 führte dieser Dialog bereits ein Jahr nach seiner Aufnahme zu einem ersten Höhepunkt, der Unterzeichnung einer gemeinsamen Christologischen Erklärung, die bis heute die Grundlage unserer Gespräche ist.“
„Auch wenn wir in verschiedenen Kirchen beheimatet sind, gehören wir doch zu dem einen Leib des Herrn“, betonte Feige und verwies auf den ersten Korintherbrief, wonach „der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.“
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In seinem Grußwort sprach Feige die Bedeutung des Jahres 2025 für die Ökumene an. So werde das Osterfest in diesem Jahr „von den Kirchen, die wie Sie und wir dem gregorianischen Kalender folgen, und denen, für die der julianische Kalender leitend ist, am selben Tag gefeiert“.
„Dies ist gerade auch im Zusammenhang mit dem 1700-jährigen Jubiläum des Konzils von Nizäa eine gute Gelegenheit, gemeinsam unseren christlichen Glauben zu bezeugen“, fuhr der Bischof von Magdeburg fort. „Möge der auferstandene Herr uns entgegenkommen, uns in all den Bedrängnissen des irdischen Lebens Hoffnung schenken und uns immer stärker in die Gemeinschaft mit ihm und untereinander führen.“
Die malankarische orthodox-syrische Kirche gehört zu den Thomaschristen, also jenen indischen Kirchen, die in der einen oder anderen Form auf den heiligen Thomas zurückgehen. Im Fall der malankarischen orthodox-syrischen Kirche findet die westsyrische Liturgie Verwendung, was im Namen durchscheint. Vertreten ist diese orthodoxe Kirche neben Indien auch in Nordamerika und Europa.