Angriffe auf pro-life-Einrichtungen in den USA lassen nicht ab

Anchorage, Alaska
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Vor der erwarteten Entscheidung des obersten Gerichts in den USA, das Abtreibungsurteil "Roe v. Wade" zu kippen, ist es erneut zu Angriffen auf zwei Einrichtungen gekommen, in denen Lebensschützer schwangeren Frauen in Not ihre Unterstützung anbieten.

Alaska

Laut Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch, wurde am frühen Morgen des 2. Juni eine pro-life-Einrichtung in Anchorage im Bundesstaat Alaska mit Graffitis beschmiert. Auf dem Parkplatz wurden Nägel gefunden – aufgestellt mit der Spitze nach oben in einem Spalt im Asphalt.

"Wir werden nicht zulassen, dass Einschüchterung unsere Arbeit beeinflusst", sagte Greg Monrad, der Chef des Lebensschutz-Zentrums. "Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter waren sich ziemlich einig, dass dies nichts daran ändern wird, wie wir hier arbeiten. Wir werden vielleicht noch ein bisschen mehr beten, als wir ohnehin schon beten."

Washington

Im Bundesstaat Washington wurde in Vancouver der Schriftzug "Jane's revenge" (Janes Rache) auf das Gebäude einer pro-life-Einrichtung geschmiert. Der Slogan bezieht sich auf das Urteil "Roe v. Wade" von 1973, bei dem Norma McCorvey unter dem Pseudonym "Jane Roe" für ein Recht auf Abtreibung geklagt hatte.

Tatsächlich hat "Jane" ihre Abtreibung bitter bereut, wurde Christin und entschiedene Gegnerin der Tötung ungeborenen Lebens, obwohl diese Neupositionierung mitunter angezweifelt wurde.

Beobachter erwarten, dass "Roe v. Wade" noch in diesem Monat vom Obersten Gerichtshof gekippt wird. Ein durchgesickerter Entwurf zur Urteilsbegründung kam im Mai an die Öffentlichkeit. Populistisch agierende Politiker und militante Abtreibungsaktivisten in den USA sind seither in Aufruhr – unterstützt von einzelnen Medien.

CNA Deutsch hat zuletzt über zahlreiche weitere Angriffe auf Lebensschutz-Zentren berichtet.

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