Aufruf an Akademiker: Lehre von Papst St. Johannes Paul II. vertiefen und verbreiten

Kardinal Stanisław Dziwisz mit einem Bild von Papst St. Johannes Paul II.
Foto: Episkopat.pl

Der Rektor einer katholischen Universität in Polen hat Akademiker weltweit aufgerufen, einen Aufruf zu unterzeichnen, in dem sie sich verpflichten, die Lehren des heiligen Johannes Paul II. zu fördern.

Pater Mirosław Kalinowski, Rektor der Katholischen Universität Johannes Paul II. in Lublin, lancierte den Appell am 12. Oktober, anlässlich des einhundertsten Jahrestags der Geburt des polnischen Papstes.

Der "Internationale Appell von Professoren und akademischen Lehrkräften" betont die Dringlichkeit, das Werk von Karol Wojtyła – dem späteren Papst Johannes Paul II. –einer neuen Generation von Studenten zu vermitteln.

In dem Appell heißt es: "Der Monat Oktober ist traditionell mit dem Beginn des akademischen Jahres an unseren Universitäten verbunden, und in diesem Jahr markiert der 16. Oktober den 42. Jahrestag der Wahl Johannes Pauls II. und das Jahr 2020 den hundertsten Jahrestag seiner Geburt".

"Dies ist eine gute Gelegenheit, erneut die Lehren von Karol Wojtyła in der Philosophie, Kultur und Soziologie in unseren Vorlesungsprogrammen, didaktischen Klassen und wissenschaftlichen Arbeit einzuführen; und wir ermutigen Sie, dies zu tun".

Johannes Paul II., der bis 2005 26 Jahre lang als Papst diente, war ein produktiver Autor von Gedichten, Theaterstücken und theologischen und philosophischen Werken. Der Papst entwickelte und lehrte eine "Theologie des Leibes" und veröffentlichte 14 Enzykliken.

Unter Hervorhebung seiner Enzyklika "Fides et Ratio" von 1998 über die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft betont der Appell, dass Johannes Paul II. "prophetisch einen fruchtbaren Weg für die Hochschulbildung im 21. Jahrhundert entwickelt".

Die Katholische Universität Lublin, bekannt unter ihren polnischen Initialen, KUL, wurde 1918 von den polnischen Bischöfen gegründet. Während der Nazi-Okkupation wurde sie geschlossen, und viele ihrer Professoren und Studenten wurden hingerichtet.

Im Jahr 1954 begann Karol Wojtyła, an der Universität Vorlesungen über Ethik zu halten. Er wurde auf den Lehrstuhl für Ethik an der Fakultät für Christliche Philosophie der Universität berufen und stellte damit eine Verbindung zu der Institution her, die bis zu seiner Wahl zum Papst im Jahr 1978 bestand. Wenige Monate nach dem Tod von Johannes Paul II. im Jahr 2005 nahm die KUL ihren heutigen Namen an: die Katholische Universität Johannes Paul II. in Lublin.

Der Text des Online-Aufrufs würdigte Johannes Pauls "Mut und Standhaftigkeit in seinem Streben nach der Wahrheit".

"In der bereits erwähnten Enzyklika 'Fides et ratio' lesen wir, dass Glaube und Vernunft wie zwei Flügel sind, auf denen sich der menschliche Geist zur Kontemplation der Wahrheit erhebt. Lassen Sie uns dieses Potential in unserem akademischen Umfeld nutzen. Möge die Lehre des hl. Johannes Paul II. ein Ansporn für die Studenten sein, auf neue Herausforderungen zu reagieren und sich diesen zu stellen", heißt es in dem Appell.

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