Bischöfe der EU fordern "glaubwürdige Beitrittsperspektive" für Ukraine, weitere Staaten

EU-Flagge
Foto: Sara Kurfeß / Unsplash (CC0)

Kardinal Jean-Claude Hollerich hat sich am Montag als Präsident Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) mit Blick auf die Ukraine und andere Staaten für eine "glaubwürdige Beitrittsperspektive" zur EU ausgesprochen.

Am Europatag erklärte der Luxemburger Erzbischof, die Bewerbung der kriegsgezeichneten Ukraine um EU-Mitgliedschaft verdiene "eine positive und realistische Antwort. Die Ukraine, aber auch Moldawien, Georgien und alle anderen europäischen Länder, vor allem in der Region des westlichen Balkan, die in der Vergangenheit die gleiche Bitte geäußert und bedeutende Reformen durchgeführt haben Reformen durchgeführt haben, brauchen eine glaubwürdige Beitrittsperspektive."

"Der Prozess der europäischen Einigung wird aufgrund der sich ständig verändernden Dynamik der menschlichen Gesellschaft möglicherweise nie abgeschlossen sein", warnte Hollerich, sagte aber auch: "Die Anpassung an die sich verändernden Umstände und die Verbesserung der inneren Abläufe sind daher nicht zu befürchten. Im Gegenteil, sie sollten mit Mut und Entschlossenheit angegangen werden."

Die Kirche habe nie aufgehört, "von ganzem Herzen den Prozess der europäischen Einigung und die ihm zugrunde liegenden Werte zu unterstützen", betonte der COMECE-Präsident. Diese Haltung gelte auch dann, wenn es in Einzelfragen Kritik von kirchlicher Seite gebe.

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