Bischof Bätzing dankt scheidender Bundeskanzlerin Angela Merkel

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Bätzing mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: Bundesregierung / Sandra Steins

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief gewürdigt. Darin dankt Bätzing der Kanzlerin für ihren "unermüdlichen Dienst als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland". Merkel habe das Land über viele Jahre "mit Weitblick und mit beeindruckender positiver Durchsetzungskraft getragen und gestaltet".

Der Limburger Bischof schreibt auch, "als Christin" sei es Angela Merkel mit einem "christlich geprägten Wertefundament" gelungen, "immer die Menschen in unserem Land und die weltweite Verantwortung unseres Landes im Blick" zu haben. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz wörtlich:

"Bei allen unseren Begegnungen habe ich hohe Wertschätzung, Wissensdurst und das Suchen nach gemeinsamen Lösungsansätzen von Kirche und Staat für die anstehenden Probleme unseres Landes wahrgenommen. Für alles Wohlwollen und die zuverlässige Partnerschaft – gerade auch bei schwierigen Themen – danke ich Ihnen sehr."

Deutschland stehe heute nach Meinung des Limburger Bischofs – trotz der Herausforderungen der Migrationskrise seit 2015 und der Corona-Pandemie – stabil und "mit Perspektive" da. Bätzing schreibt dazu:

"Das ist nicht zuletzt Ihrem besonnenen, klaren und klugen Handeln zu verdanken. Mag es auch in der Corona-Pandemie für uns – aber sicher auch für Sie – nicht einfach gewesen sein, so haben wir letztlich stets zu guten Lösungen gefunden. Mein Dank für Ihren Einsatz in unserem Land verbindet sich mit dem Dank für Ihre visionäre Kraft, die Sie dem europäischen Projekt geschenkt haben."

Auch die "internationale Perspektive" sei "eng mit dem Namen der Bundeskanzlerin verbunden", so Bätzing. Besonders die "sensible Abwägung in ethischen Fragen gerade bei militärischen Konflikten" habe die Ära Merkel geprägt, genauso wie die "stets humanitären und vom Geist der Nächstenliebe geprägten Umgang mit Fragen der Migration".

Deutschland könne, so Bätzing "erst in den nächsten Jahren wirklich ermessen", was Angela Merkel als Kanzlerin geleistet habe. 

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