Bistum Graz-Seckau startet Seligsprechungsprozess für zwei Ordensfrauen

Das heutige Marienkrankenhaus in Vorau.
Foto: Wikimedia Commons / Dnalor_01 (CC-BY-SA 3.0)

Bischof Wilhelm-Krautwaschl hat den Seligsprechungsprozess für zwei Ordensfrauen eröffnet, wie das Bistum Graz-Seckau am Mittwoch bekanntgab. Konkret geht es um die Gründerin der Kongregation der Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis in Vorau, Barbara Sicharter (1829-1905), sowie die Novizin Maria Krückl (1918-1945).

Krautwaschl sagte in seiner Predigt am 4. Mai zum Auftakt des Verfahrens, "das Licht dieser beiden Frauen der Oststeiermark" werde "noch mehr aufstrahlen".

Barbara Sicharter begann 1865 mit drei weiteren Frauen ein klösterliches Leben als Mitglied des Dritten Ordens der Franziskaner. Die neue Gemeinschaft widmete sich der Spitals-, Haus- und Armenkrankenpflege. Nach der Übersiedlung in ein größeres Gebäude kam es zur Einrichtung eines Krankenhauses, das – erweitert – bis heute besteht.

Margareta Krückl trat 1944 als Novizin bei den Vorauer Schwestern ein und nahm den Ordensnamen Maria an. Als sie am 8. April 1945 in ihr Elternhaus zurückkehrte, um vor der Roten Armee sicher zu sein, überraschte ein Soldat die Novizin. Maria Krückl widersetzte sich der versuchten Vergewaltigung und wurde erschossen.

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