"Botschaft für Reformationsjubiläum" – EKD und DBK ziehen Bilanz gemeinsamer Pilgerreise

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (links) mit Kardinal Reinhard Marx in der Abtei Dormitio.
Foto: CNA/Daniel Ibanez
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Zum Abschluss ihrer Reise ins Heilige Land haben die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) eine gemeinsame Mitteilung veröffentlicht. Darin bezeichnen der EKD-Ratsvorsitzende und der DBK-Vorsitzende die Pilgerfahrt als "bedeutsamen Schritt zur Versöhnung der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland".

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Marx weiter: Die Reise habe eine "Christusbotschaft" und Bedeutung für das – so wörtlich in der Mitteilung – "Reformationsjubiläum".

Das gemeinsame Papier weiter: "Unsere gemeinsame Mission für unser Land ist noch nicht vollendet. Wir sind zuversichtlich, dass das Christusfest 2017 zu einem glaubwürdigen Zeugnis für Gott wird und uns über dieses Jahr hinaus auf unserem Weg zur vollen sichtbaren Einheit stärkt".

Bei einem Pressegespräch in Jerusalem sagte Kardinal Marx: "In der Begegnung mit den Heiligen Stätten haben wir gespürt, wie tief wir als Jüngerinnen und Jünger Jesu in seiner Nachfolge miteinander vereint sind." Erinnert worden seien sie aber auch daran, dass katholische und evangelische Christen einander in den vergangenen 500 Jahren "viel angetan" hätten: "Gemeinsam bitten wir Gott um Heilung dieser schmerzlichen Erinnerungen", so der Münchner Erzbischof.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm bezeichnete die Reise als eine "unvergessliche Erfahrung": "Wir haben gelernt, mit den Augen des anderen zu sehen. Das ist eine ganz starke Grundlage für den ökumenischen Geist des Reformationsjubiläums". Bedform-Strohm weiter: "Bei der Feier von  Eucharistie und Abendmahl haben wir aber auch gespürt, dass die versöhnte  Verschiedenheit ein anspruchsvolles Ziel ist. Es ist ein Schmerz, wenn die tiefgefühlte Gemeinschaft nicht auch am Tisch des Herrn ihren Ausdruck finden kann."

Neben diesen Aussagen betont die gemeinsame Mitteilung, dass der Pilgergruppe ein Ende des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern ein Anliegen sei. 

Nahe gegangen sei den Delegationen auch, dass nur wenige Kilometer vom See Genezareth entfernt in Syrien und auch im Irak Menschen leiden und sterben, sagten Bedford-Strohm und Marx mit Blick auf den andauernden Krieg im Irak und Syrien sowie den andauernden Massenmord an Christen und anderen Minderheiten durch den Islamischen Staat. "Für sie haben wir in unseren Gottesdiensten gebetet, denken auch weiterhin mit großer Sorge an sie und bleiben ihnen solidarisch verbunden", so die Mitteilung.

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