EU-Bischofsvorsitzender: Mehr Solidarität mit Nigerias verfolgten Christen

Vertriebene Nigerianer, die Unterschlupf und Versorgung in einer Kirche in Maiduguri gefunden haben, im September 2014.
Foto: Kirche in Not (ACN)

Der Vorsitzende der katholischen EU-Bischofskommission COMECE, Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ, hat seine Solidarität mit den durch islamistische Gruppen verfolgten Christen in Nigeria zum Ausdruck gebracht.

Christliche Gemeinschaften in Nigera lebten in "einer Situation anhaltender Angriffe von Terroristen, Aufständischen und Milizen, die in einigen Fällen ein Ausmaß echter krimineller Verfolgung erreicht", so Hollerich.

Er wolle sich weiter für eine Intensivierung der EU-Hilfe und Zusammenarbeit mit den nigerianischen Behörden einsetzen. Schon im Mai hatte die COMECE die EU und ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, gegen die islamistische Gewalt in Nigeria vorzugehen, Verbrecher vor Gericht zu bringen und die vielen tausend Opfer zu unterstützen.

Der Kardinal gedenkt nicht nur der Christen, die durch islamistische Gruppen getötet, verschleppt und vergewaltigt wurden.

"Meine Gedanken und mein Herz sind bei den vielen jungen Menschen, die aufgrund von Gewalt und mangelnden sozioökonomischen Perspektiven gezwungen sind, das Land zu verlassen", heißt es in einem Brief Hollerichs an die nigerianischen Bischöfe.

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