"Feministischer Kampftag": Attacken auf christliche Einrichtungen im Osten Deutschlands

Polizeiwagen
Foto: Pixabay
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Im Osten von Deutschland haben linkextreme und antikatholische Aktivisten Farb-Attacken auf mehrere christliche Einrichtungen verübt. Neben dem Gebäude einer Hilfsorganisation für schwangere Frauen und einer Einrichtung der Pius-Bruderschaft wurde auch eine Kirche in Berlin mit linksextremistischen Parolen beschmiert.

Die Fassade der katholischen Kirche St. Elisabeth in Berlin-Schöneberg wurde bereits in der Nacht zum 3. März 2021 großflächig mit der Pro-Abtreibungsparole "My body, my choice" ("Mein Körper, meine Entscheidung") verunstaltet.

"Innerhalb eines guten Jahres ist unsere Kirche St. Elisabeth zum dritten Mal von radikalen Abtreibungsbefürwortern attackiert worden", schreibt Pfarrer Josef Wieneke dazu auf der Homepage der Pfarrei.

Bereits bei der ersten Attacke hätten "die Täter auf indymedia.org als Begründung angegeben, die Tat geschähe wegen der Haltung der Katholischen Kirche zur Abtreibungsfrage insgesamt und weil sich in unseren Räumlichkeiten vor dem Marsch für das Leben 2019 'Abtreibungsgegner' getroffen hätten".

Im Vorfeld des "Marsch für das Leben" im Jahr 2020 sei die Fassade erneut beschmiert worden. "Die Beseitigung der Schäden wird uns viel Geld kosten, das wir für andere soziale oder karitative Zwecke besser einsetzen könnten", erklärte der Pfarrer weiter. Wieneke wörtlich:

"Wir hoffen nach wie vor auf einen Dialog und beten für die Täter. Eine Kultur des Lebens zu fördern wird trotz solcher Angriffe immer ein vordringliches Anliegen der Kirche bleiben."

Angriff auf Frauenberatungsstelle

Wie die "Sächsische Zeitung" am Dienstag berichtete, wurden in der Nacht zum 9. März 2021 "linke Angriffe" auf zwei christliche Einrichtungen in Dresden verübt. Anlass sei der "Frauentag", der in einem Bekennerschreiben als "feministischer Kampftag" bezeichnet wird. Die Namen der Tätergruppe sind weiterhin unbekannt, die Attacke stand jedoch unter dem Motto: "Kampf dem Patriarchat - für die befreite Gesellschaft!"

Die Ziele der Angriffe waren eine Einrichtung der Pius-Bruderschaft und ein Gebäude des Vereins "Kaleb", der eine Anlaufstelle für schwangere Frauen, junge Familien und Jugendliche ist. Nach Polizeiangaben wurden am vergangenen Dienstag drei der Täter gefasst. Dabei soll es sich um eine 27-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren handeln, die die Fassade "Kaleb"-Hauses mit violetter Farbe beschmiert haben.

Die Extremisten behaupteten in ihrem Bekennerschreiben, dass "Kaleb" Schwangere dazu dränge, nicht abzutreiben. Dies sei ein Eingriff in die "Selbstbestimmung" der Frauen.

Wie "Kaleb" mitteilte, sei dies ebenfalls nicht der erste Angriff gewesen. Diesmal habe es das Schaufenster der Kleiderkammer getroffen. 

Auf der Homepage des Vereins heißt es, man wolle "ungeborene und geborene Kinder schützen", sowie Eltern mit ihren Kindern "in ihren verschiedenen Lebens- und Familienzyklen erreichen und ansprechen". Im "Kaleb"-Zentrum sollen Eltern die Möglichkeit haben "sich auszutauschen und Hilfe in besonderen Notsituationen oder schwierigen Lebenslagen zu bekommen". Wörtlich heißt es auf der Homepage:

"Und wenn es anders kommt bieten wir Gesprächsangebote für Frauen in Schwangerschaftskonflikten, die Selbsthilfegruppe 'Fehlgeburt/Totgeburt', Hilfe für Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch, das Findelbabyprojekt mit dem 24 Stunden-Mütternotruf und der Babyklappe."

Gewalt gegen Lebensschützer nimmt zu

Die Vorsitzende des "Bundesverbandes Lebensrecht" (BVL), Alexandra Linder, warnte bereits 2019 in einem Interview mit CNA Deutsch vor einer Zunahme der Gewalt gegen Lebensschützer. Der Verband organisiert unter anderem den jährlich stattfindenden "Marsch für das Leben" in Berlin, der traditionell von schweren Protesten und Blockade-Aktionen durch Abtreibungsbefürworter begleitet wird.

"Das liegt daran, dass die an Abtreibung interessierten Kreise, deren Protagonisten ja häufig ideologisch geprägt sind, schlecht mit der Wahrheit, mit Argumenten, Zahlen und Fakten umgehen können und weil sie aktuell feststellen, dass vernunftbegabte Menschen sich nicht so leicht abspeisen lassen", resümierte Linder 2019. Blockaden und weitere Versuche, die Pro-Life-Aktivisten an der Ausübung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit zu hindern, könne man als "gewisse Anzeichen totalitären Denkens interpretieren", was jedoch in einer Demokratie "nichts zu suchen" habe, so Linder weiter. Die BVL-Vorsitzende wörtlich:

"Allerdings war diese Militanz auch vor vielen Jahren schon einmal da, ich habe das zuletzt in den 90er Jahren erlebt, als es um die Debatte der Reform des § 218 ging. Da wurden auch schon Bühnen gestürmt, Redner am Auftritt gehindert und Technik zerstört. Also in der Tat nichts Neues, aber damals wie heute im wahrsten Wortsinn intolerant. Auch die Sprüche sind noch so einfallslos wie damals."

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