Gespräch über Migration, Klima und Missbrauch: Steinmeier bei Papst Franziskus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Papst Franziskus
Foto: Wikimedia / Michael Lucan (CC-BY-SA 3.0 de) // CNA / Daniel Ibanez

Papst Franziskus hat am Montagmorgen den deutschen Bundespräsidenten getroffen. Frank-Walter Steinmeier habe mit dem Pontifex über die Migrationskrise, den kommenden Klimagipfel und die deutsche Politik gesprochen, so der Vatikan am 25. Oktober 2021.

Die Wahlergebnisse in Deutschland und die Migrationskrise waren auch Gegenstand des Gesprächs zwischen Franziskus und Steinmeier im Jahr 2017, wie CNA Deutsch meldete.

Gegenüber Journalisten sagte der protestantische SPD-Politiker nach der Audienz, man habe auch über humanitäre Hilfe für Afghanistan gesprochen.

Nach Angaben der Vatican News sagte Steinmeier zur Kirchenkrise und dem umstrittenen "Synodalen Weg" in Deutschland gegenüber  der Presse heute: "Wir brauchen starke Kirchen, wir brauchen auch eine starke katholische Kirche, die hilft, Orientierung zu geben. Und deshalb ist es wichtig, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Dazu zählt natürlich auch die Aufarbeitung von Missbrauchsskandalen aus der Vergangenheit".

Hier Transparenz zu schaffen sei nicht nur eine Erwartung von Politik, es ist vor allen Dingen die Erwartung von vielen Betroffenen, auch von Opfern — die Kirche müsse hier beispielhaft vorangehen.

Steinmeier war nicht der einzige Besucher aus Deutschland am heutigen Montag: Unter dem Motto "Mit Luther zum Papst" trafen sich rund 500 Christen aus Mitteldeutschland mit Papst Franziskus im Vatikan. Das Treffen war Höhepunkt einer sechstägigen Radel-Tour der Pilgergruppe aus dem Norden.

Franziskus ermunterte nach Angaben von "Vatican News" die Besucher, "hellhörig für Gottes Melodie" in ihrem Leben zu bleiben. "Dann wird aus vielen Stimmen ein Gesang. Auch darin geschieht Ökumene, in Deutschland und in vielen anderen Teilen der Welt."

Zum Schluss beteten alle zusammen ein Vaterunser.

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