Hass und Vandalismus: Flut antikatholischer Anschläge in den USA dauert an

Ein mit einem Hammer zerstörtes Kruzifix, gestürzte Denkmäler, enthauptete Marienstatuten in mehreren Bundesstaaten

Glockenturm
Foto: Unsplash (CC0)
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Die Flut von Anschlägen auf katholische Wahrzeichen in den USA ebbt nicht ab: Auch am vergangenen Wochenende wurden wieder Kreuze und Kirchen, Statuen und Denkmäler in den Vereinigten Staaten angegriffen. 

Ein mit einem Hammer zerstörter Corpus auf einem Kruzifix und eine enthauptete Marienstatue sind nur zwei Beispiele der Gewalt, mit dem sich der Hass auf den Katholischen Glauben in den vergangenen Tagen entlädt.

Neben Attacken aufgebrachter Mobs, bei denen Statuen von Heiligen in mehreren Städten vandalisiert und zerstört wurden, gibt es zunehmend Einzel-Anschläge von Unbekannten – zum Beispiel in der Pfarrei von Bloomington, New York. 

Das berichtet die Catholic News Agency (CNA). 

In der Pfarrer Mariä Aufnahme in den Himmel in dem Dörfchen Bloomingburg (Bundesstaat New York) wurde am Wochenende ein Denkmal für ungeborene Kinder zerstört. Der Gedenkstein zeigte eines in zwei Händen ruhendes Kleinkind und trug eine Inschrift aus Jesaja 49,16.

"Jemand hielt es für eine gute Idee, unser Pro-Life-Denkmal auf dem Boden unserer Pfarrei umzuwerfen", schrieb der Pfarrer und Karmelistermönch Nick Blackwell auf Twitter.

Der Pater warnte, dass der Hass auf Katholiken sich nicht nur in großen Städten manifestiere. 

In der Pfarrei St. Bernadette in Rockford (Illinois) entdeckten Gemeindemitglieder, dass ein Kruzifix an einem Schrein der Pfarrei mutwillig zerstört wurde. Der Angriff wurde am 17. Juli in "The Observer" gemeldet, einer Publikation der Diözese Rockford.

Nach Angaben von Kevin Rilott, einem Mitarbeiter der Pfarrei, hat der Angreifer den Körper Jesu auf dem Kruzifixe mit einem Hammer zertrümmert.

"Wir sind darüber nicht verärgert", sagte Rilott gegenüber The Observer. "Aber nur traurig, dass der Täter eine falsche Vorstellung davon hat, wer Jesus ist."

Die Gemeinde erstattete keine Anzeige, und der Corpus ist inzwischen ersetzt worden.

In Montana wurde eine Christusstatue in einem Skigebiet mit brauner Farbe bemalt und mit Flaggen mit der Aufschrift "Rise Up" und "#BLM" geschmückt, ein Hinweis auf die "Black Lives Matter"-Bewegung. Der Vandalismus wurde am 14. Juli von lokalen Medien in Montana, gemeldet.

Tatsächlich ist die Christus-Statue auch ein staatlich eingtragenes Denkmal zu Ehren der örtlichen Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Die Knights of Columbus pflegen die Statue und waren 1954 für deren Errichtung verantwortlich.

Es ist unklar, wann der Vandalismus verübt wurde. Die "BLM"-Beflaggung wurde entfernt, aber die Schmierereien müssen noch von der Statue entfernt werden.

Bereits zuvor wurde eine Statue der Jungfrau Maria in Gary, Indiana enthauptet. 

Pfarrer Joseph Uko, ein Priester der St.-Ann-Pfarrei in Gary, entdeckte den Schaden kurz nach 9 Uhr morgens am 3. Juli.

Sowohl Marias Kopf als auch die Hände der Statue wurden zerstört.

Pater Uko hat die beschädigte Statue weiterhin aufgestellt, bis sie zur Reparatur weggeschickt wird, und in einem Interview mit der "Times of Northwest Indiana" nannte er die Enthauptung "beunruhigend".

"Was hat ein Mensch davon, wenn er kommt, um eine Statue zu zerstören, die seit Jahren dort steht?"

Eine Sprecherin der Diözese Gary teilte mit, die Katholiken der Diözese beteten sowohl für die Gemeinde als auch den - oder die - Täter.

"Die Menschen in der Diözese Gary sind traurig über die Zerstörung dieser wunderschönen Darstellung der Mutter Jesu, die seit Jahrzehnten ein Wahrzeichen der Gemeinde ist", sagte Colleen Rabine, Kommunikationsdirektorin der Diözese, gegenüber der Zeitung. "Es ist unklar, was passiert ist, aber wir beten für die Gemeindemitglieder von St. Ann und für die Bekehrung der Herzen derer, die für den Schaden verantwortlich sind".

In den letzten Wochen gab es gegen katholische Kirchen in den Vereinigten Staaten weitere Akte von Vandalismus und Zerstörung, darunter Brandstiftungen, Enthauptungen weiterer Heiliger und Graffiti.

In den vergangenen zwei Wochen wurden etwa Statuen von Jesus Christus und der Jungfrau Maria in den Bundestaaten Florida, Tennessee, New York und Colorado zerstört oder verunstaltet.

In Kalifornien, Missouri und anderen Bundesstaaten zerstörten Mobs aufgebrachter Demonstranten der "Black Lives Matter" unter anderem Statuen von St. Junipero Serra. 

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