Irme Stetter-Karp zur Präsidentin des ZdK gewählt

Bischof Bätzing gratuliert der Funktionärin in Brief

Irme Stetter-Karp
Foto: ZdK/Harald Oppitz

Die neue Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist am heutigen Freitag als Nachfolgerin von Thomas Sternberg (CDU) gewählt worden.

Irme Stetter-Karp ist 65 Jahre alt. Die studierte Sozialarbeiterin und Pädagogin war im September 2020 in den Ruhestand getreten: Die verheiratete Mutter von zwei Kindern war vor ihrem Renteneintritt die Leiterin der Caritas-Abteilung im Bistum Rottenburg-Stuttgart. Auf der Website des Caritasverbandes wird sie als "Vizepräsidentin und Genderbeauftragte des Deutschen Caritasverbandes, Ordinariatsrätin, Vorsitzende des Aufsichtsrates des DiCV Rottenburg-Stuttgart" geführt.

Bei der Vollversammlung in Berlin erhielt die neue Präsidentin am 19. November insgesamt 149 Stimmen. Gegenkandidat Ulrich Hemel erhielt 41 Voten.

Auf dem deutschen "Synodalen Weg" ist die Funktionärin ebenfalls bereits unterwegs gewesen: Sie war bislang im Synodalforum "Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft". Nun wird sie als Präsidentin der deutschen Debattenveranstaltung fungieren.

Die Funktionärin kündigte bereits in ihrer Bewerungsrede an, "leidenschaftlich" für Solidarität in der Gesellschaft und Änderungen in der Kirche arbeiten zu wollen, die "vor 50 Jahren" bereits vorgeschlagen worden seien.

"Reformen sind unverzichtbar und überfällig. Sollten sie gelingen, dann haben wir mindestens die Chance, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", so Stetter-Karp wörtlich. Sie stehe für eine "diakonische Kirche, die Anerkennung der Menschenrechte und die Anerkennung von Vielfalt".

Mit einem Brief gratulierte der Limburger Bischof Georg Bätzing der neuen Präsidentin. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende schrieb darin laut einer Mitteilung am heutigen Freitag, er sei dankbar für "die guten und fruchtbaren Beziehungen" zwischen ZdK und Bischofskonferenz. Dabei denke er "vor allem an die nach wie vor so wichtige Gemeinsame Konferenz, verschiedene öffentliche Äußerungen zu gesellschaftlich relevanten Themen und das vielfältige Engagement der Mitglieder des Zentralkomitees". 

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