Tuntenhausen: Kardinal Marx warnt vor "zunehmenden Missbrauch von Religion"

Kardinal Reinhard Marx am 24. Februar 2019 in Rom
Foto: Daniel Ibanez/CNA Deutsch
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Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, hat in einer Predigt gesagt, er warne vor einer "weltweit zunehmenden Instrumentalisierung für politische und persönliche Zwecke". 

Das teilte die Pressestelle des Bistums mit.

Der deutsche Prälat habe wörtlich gepredigt, auch wenn eine Studie der Vereinten Nationen zeige, dass 85 Prozent der Menschheit religiös seien, "Tendenz steigend, beruhigt mich das überhaupt nicht, denn Religion ist nicht gleich Religion", so die Mitteilung weiter.

Marx, der auch als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz den "verbindlichen synodalen Weg" verantwortet, sagte am heutigen Sonntag, dass Religion aus seiner Sicht sich nicht darin erschöpfen dürfe, "nur" das Gewohnte fortzusetzen.

"Religion ist Revolution, deshalb kann man sich Gott nicht nach eigenen Vorstellungen zurechtlegen".

Am heutigen 24. November habe Marx gesagt, es sei wichtig hinzusehen, wie mit Religion umgegangen werde: "Rufen wir damit Hass hervor oder Aufbruch, werden die Menschen dadurch in die Freiheit der Kindschaft Gottes erhoben oder in eine Existenz der Angst niedergedrückt?", so die Pressemitteilung weiter.

Wallfahrtsort Tuntenhausen

Marx sprach bei der Wiedereröffnung der Mariengnadenstätte und Wallfahrtsbasilika Tuntenhausen, einem wichtigen Pilgerziel in Oberbayern. Dessen im Jahr 1630 geweihtes Gotteshaus musste grundlegend renoviert werden.

Das Erzbistum habe in Baumaßnahmen zur Sanierung der Basilica Minor eine Summe von rund 8 Millionen Euro saniert. Die neue Orgel habe zusätzlich 360.000 Euro gekostet, so die Mitteilung der Pressestelle am heutigen Sonntag.

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