Kardinal Marx weiht drei Priester mit Aufruf, "zu den Armen, den Kranken" zu gehen

Freisinger Dom, vom Turm der St. Georgs-Kirche aus gesehen.
Foto: Wikimedia / vuxi (CC BY-SA 3.0)

Das Erzbistum München und Freising hat drei neue Geistliche. Im Freisinger Mariendom hat Kardinal Reinhard Marx die Männer am heutigen Samstag zu Priestern geweiht.

Bei den Neupriestern handelt es sich um:

Thomas Belitzer (32) aus der Pfarrei Unsere Liebe Frau in Tacherting, Landkreis Traunstein. Seine erste Kaplansstelle tritt er im Pfarrverband St. Anna im Moosrain in Moosinning, Landkreis Erding, an.

Ferdinand Bergrab (27) aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Miesbach. Seine erste Kaplansstelle tritt er im Pfarrverband Esting-Olching, Landkreis Fürstenfeldbruck, an. 

Markus Nappert (26) aus der Pfarrei St. Bartholomäus in Moosach, Landkreis Ebersberg. Seine erste Kaplansstelle tritt er im Pfarrverband Ampfing, Landkreis Mühldorf am Inn, an.

Priesterweihe 2018

Von links: Thomas Belitzer, Ferdinand Bergrab, Markus Nappert. (Foto: © Priesterseminar München)

In seiner Predigt rief der Erzbischof von München und Freising die Männer dazu auf, auch an die "Peripherie", die Ränder der Gesellschaft zu gehen. "Die Priester der Zukunft werden die Menschen noch mehr begleiten", so Kardinal Marx, und "noch mehr Männer des Gebets und der Unterscheidung sein". Zum priesterlichen Dienst gehöre es, vor allem dorthin zu gehen, "wo Jesus wohnt", und somit auch zu "den Armen, den Kranken."

Weiter gelte es, nicht "Christus zu den Menschen" zu bringen, "als ob hier ein weißes Blatt wäre", so Kardinal Marx laut einer Mitteilung des Erzbistums.

Vielmehr seien die Zeichen des Reiches Gottes in der Welt bereits sichtbar.

"Nicht wir sind das Reich Gottes, sondern wir sind Zeugen für das Reich Gottes", das schon begonnen habe und das "unter uns aufbricht". Der Sendungsauftrag bilde "die Grundstruktur des priesterlichen Dienstes", sagte Marx, in dessen Mitte die Eucharistie stehe. Die priesterliche Berufung beginne in der Erfahrung, dass "Gott größer ist als alles, was wir denken können" und sich "nicht mit menschlichen Maßstäben fassen" lasse.

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