Maria 1.0: Anders katholisch sein ist „Wunschtraum, der niemals wahr werden kann“

Bischof Georg Bätzing beim Synodalen Weg
Synodaler Weg / Maximilian von Lachner

Die Initiative Maria 1.0, die sich für die Bewahrung der überlieferten katholischen Lehre einsetzt, hat erklärt, „Bischof Bätzings Vision von ‚Wir wollen katholisch sein, aber eben anders katholisch‘“ sei „ein Wunschtraum, der niemals wahr werden kann und auch nicht darf, wenn der Graben zwischen katholischer Kirche in Deutschland und Weltkirche nicht noch mehr vertieft werden soll“.

Nach dem ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom im November hatte Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, bei einer Pressekonferenz mit Blick auf den Synodalen Weg und die daran geäußerte römische Kritik gesagt, man wolle katholisch bleiben, „aber eben anders katholisch“.

In den Forderungen des Synodalen Wegs, so Maria 1.0 in einer Presseaussendung am Montag, „geht es letztlich um eine Änderung der Lehre, um die Schaffung einer ‚Kirche‘, die losgelöst vom übrigen mystischen Leib Christi ist“.

Der Synodale Weg wird von allen deutschen Bischöfen weiterhin mitgetragen. Einige wenige Bischöfe haben aber gegen Dokumente gestimmt, die etwa eine erneute Diskussion über die Unmöglichkeit der Frauenordination fordern oder eine positive Bewertung der von der Kirche unter Berufung auf Naturrecht und Heilige Schrift abgelehnten homosexuellen Betätigung.

„Bätzing und seine Synodalpräsiden“ müssten sich „fragen lassen, wie weit ihr ‚anders-katholischer‘ Weg noch römisch-katholisch ist“, erklärte Maria 1.0 am Montag und fragte: „Wie glaubwürdig sind bzw. wie verzweifelt müssen also Bischöfe und ihre synodalen Mitstreiter sein, die, jenseits aller diplomatischen Formeln, in dem Wissen aus Rom zurückkommen, dass keine der Kernforderungen des deutschen Synodalen Weges das Ende des weltsynodalen Prozesses 2023/24 überleben wird und die die deutschen Katholiken dennoch wider besseren Wissens mit Durchhalteparolen füttern, weil nicht sein kann, was nicht sein darf: Das erwartbare Scheitern des deutschen Synodalen Weges?“

„Sollte das erschreckende Ausmaß an Polemik und Respektlosigkeit bestimmter Laien-Vertretern des Synodalen Weges gegenüber dem Heiligen Vater und den römischen Dikasterien hier als Maßstab für den Grad der Verzweiflung herangezogen werden, muss diese riesig sein!“, so die Initiative. Man fordere von den deutschen Bischöfen demgegenüber, „treu und unverkürzt am Glaubensgut, das nicht vergeht, festzuhalten und in Einheit mit dem Heiligen Vater für dessen Ausbreitung in Gesellschaft und Welt einzutreten“.

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