Nach Priester-Entführung: Warnung vor wachsendem Druck auf Christen in Burkina Faso

Priester (Referenzbild)
Foto: Senlay via Pixabay
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Von dem seit dem vergangenen 17. März vermissten Pfarrer Joël Yougbaré aus Burkina Faso fehlt jede Spur. Damit werden in Burkina Faso und dem benachbarten Niger bereits zwei katholische Priester vermisst: Pater Pierluigi Maccalli von der Gesellschaft für die Afrikamissionen wurde vor sechs Monaten im September 2018 entführt. 

Das berichtet der "Fides"-Dienst.

Für Pater Mauro Armanino, ein Mitbruder des vermissten Pater Luigi, ist das Verschwinden eines einheimischen Priesters in Burkina Faso ein beunruhigendes Zeichen.

"Hier in Niger, wo wir gerade mit einem ökumenischen Gebet in Niamey an die Entführung von Pater Macalli vor sechs Monate erinnert haben, sind wir entsetzt und bestürzt". 

Der Priester beschreibt eine eskalierende Gewalt und wachsenden Druck auf Christen. "Es wurden in der Gegend bereits mehrere Lehrer getötet und jetzt ist auch noch ein einheimischer Priester verschwunden", so Pater Mauro.

"Es wird wahrscheinlich versucht, in Schulen Angst und Schrecken zu verbreiten und viele Schulen befinden sich in Trägerschaft der Kirche. Die 'rote Linie' wurde überschritten: es werden unterschiedslos Ausländer und Einheimische angegriffen; bislang gab es für einheimische Priester keine Probleme", warnt er.

"All dies zielt wahrscheinlich auf die Einschränkung der Evangelisierungstätigkeit in der Region ab, damit Burkina Faso allmählich in den islamischen Dunstkreis gerät", so der Missionar abschließend laut "Fides".

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