Neue Lebensschutzorganisation "Seelsorge für das Leben" gegründet

Geht in Ruhestand: Bischof Algermissen
Foto: Bistum Fulda

Am Freitag wurde in Fulda die neue Lebensschutzorganisation "Seelsorge für das Leben" gegründet. Bischof Heinz Josef Algermissen, der ehemalige Bischof von Fulda, wurde zum Vorsitzenden gewählt.

Stellvertreter von Algermissen ist der Diakon und Privatdozent Dr. Dr. Kai Witzel, ein Mediziner. Zum Schriftführer Pfarrer Andreas Kuhlmann bestimmt – ebenfalls ein Mediziner, der später zum Priester geweiht wurde und mit dem Opus Dei verbunden ist.

Bei der Gründungsversammlung erklärte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, Cornelia Kaminski, warum die unter dem Dach ihrer Organisation gegründete Initiative notwendig ist: Es gebe "zahlreiche Seelsorger", die "unmittelbar mit den Nöten der von Abtreibung betroffenen Familien zu tun haben. Oder die immer häufiger mit den Todeswünschen schwer kranker Menschen konfrontiert sind."

Im Rahmen der Gründungsversammlung wurde vorgeschlagen, das Thema Lebensrecht vermehrt in Gottesdienste einzubinden sowie Material für Firm- und Konfirmandengruppen zu entwickeln. Auch sei es wichtig, Klinikseelsorger durch Fortbildungen und Vernetzung zu ermutigen, christliche Aspekte verstärkt in die Krankenhausseelsorge einzubringen.

Bischof Bertram Meier von Augsburg und Bischof Michael Gerber von Fulda hatten Grußworte an die Gründungsversammlung der "Seelsorge für das Leben geschickt. "Gerne unterstütze ich diese Große Koalition für das Leben", schrieb Meier.

Mit Blick auf die Debatte in den USA um ein "sogenanntes Recht auf Abtreibung" sowie auf die geplanten Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen in Deutschland beklagte Gerber ein schwindendes Bewusstsein für die Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens.

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