Österreichs Beitrag zur Weltsynode spricht ähnliche Themen an wie andere Länder

Wien
Foto: Jacek Dyag / Unsplash (CC0)

Der am Mittwoch veröffentlichte österreichische Beitrag zur Weltsynode spricht wie die Berichte aus anderen Ländern zahlreiche Themen an, bei denen diejenigen, die an den Befragungen teilgenommen haben, Änderungsbedarf sehen.

So sei es der Fall, dass Frauen "zwar das kirchliche Ehrenamt tragen, sich gleichzeitig aber oft nicht als vollwertige Mitglieder der Weggemeinschaft erleben. Diese Wahrnehmung beruht in erster Linie auf dem Ausschluss der Frauen vom Weiheamt."

"Tatsächlich zeigen vor allem die diözesanen Synthesen beinahe durchgängig: Frauenordination (zumindest in Form des Diakonats) aber auch eine Gleichstellung von Frauen jenseits von Weiheämtern wird von vielen Frauen und Männern dringend gewünscht", so der Bericht. "Die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern in der Kirche enttäuscht und frustriert. Kritische Stimmen bemerken zudem, dass nur wenige Männer für ein Ehrenamt zu gewinnen sind und die Rolle von Männern jenseits von Weiheämtern zu wenig beachtet wird."

Mit Blick auf die Priester gebe es "Kritik an einer wahrgenommenen Distanz zwischen Geweihten und Laiinnen und Laien, mancherorts werden Priester gar als Hindernis für eine gelungene Gemeinschaft erlebt. Gleichzeitig werden die Herausforderungen für Priester benannt: Der Priestermangel und auch der zunehmende Schwund an Ehrenamtlichen führen zu Erschöpfung; auch fühlen sich Priester nicht immer gehört bzw. sehen ihr Amt in Frage gestellt. Was macht einen guten Priester aus? Wie gelingt das Gemeindeleben für alle Beteiligten? Warum fühlen sich immer weniger Männer berufen? Diese Fragen müssen diskutiert werden."

"Es wird befürchtet, dass die Kirche weiter an Attraktivität und Bedeutung verlieren wird, wenn es ihr nicht gelingt, neue Wege im 21. Jahrhundert zu beschreiten", heißt es in dem Bericht. "Dies betrifft insbesondere die kirchliche Lehre in sexualmoralischen Fragen. Einige Stimmen warnen aber auch vor der Übernahme weltlicher Moralvorstellungen und befürchten eine Erosion der kirchlichen Lehre durch den Synodalen Prozess, wobei hier kritisch auf den Synodalen Weg in Deutschland verwiesen wird."

Letztlich gelte aber, dass man viele Themen nur auf weltkirchlicher Ebene regeln könne: "Zugang von Frauen zur Weihe und den damit verbundenen Ämtern, Zölibat als Zulassungsbedingung zum Weiheamt, Adaptierung von Lehrmeinungen unter Berücksichtigung der fortschreitenden Offenbarung des Heiligen Geistes (z. B. Sexualmoral)."

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