Papst Franziskus empfiehlt Jugendlichen die keusche Liebe – und die Beichte

Papst Franziskus bei der Begegnung mit Jugendlichen in Kaschau (Kosice) am 14. Februar 2021.
Foto: Vatican Media

"Wir sind auf der Welt, um eine Liebesgeschichte mit Gott zu leben": Das war die Botschaft von Papst Franziskus an die jungen Menschen, die ins Lokomotiva-Stadion von Kaschau (Košice) heute Abend gekommen waren, um das Kirchenoberhaupt zu sehen und hören.

Es war der dritte Tag der Slowakei-Reise des Papstes, für den die slowakischen Bischöfe ein Logo sowie eine offizielle Webseite vorgestellt haben: Vom 12. bis 15. September besucht Franziskus die slowakischen Städte Preßburg (Bratislava), Eperies (Prešov), Kaschau (Košice) und Maria Schoßberg (Šaštin). Das Motto des Besuchs: "Mit Maria und Josef auf dem Weg zu Jesus".

Papst Franziskus widmete gemäß dem Programm seine Ansprache dem "größten Traum im Leben": Der Liebe, wie sie keusch verkörpert wird von einem Mädchen, das mit 16 Jahren starb, weil sie sich der Vergewaltigung durch einen sowjetischen Soldaten widersetzte. 

Anna Kolesárová (1928-1944) wurde vor drei Jahren als Märtyrerin der Reinheit im gleichen Stadion selig gesprochen, in dem heute – vor einem großen Bild der Märtyrerin – der Papst sprach. 

"Die wahre Originalität heute, die wahre Revolution, besteht darin, sich gegen die Kultur des Provisorischen aufzulehnen, über den Instinkt und den Augenblick hinauszugehen, das Leben lang und mit der ganzen eigenen Person zu lieben", sagte der Papst. "Liebe ist Treue, Geschenk, Verantwortung" 

"Wir wurden für eine größere Freude geschaffen", betonte Franziskus. "Wir sind auf der Welt, um eine Liebesgeschichte mit Gott zu leben, um mit Kühnheit starke Entscheidungen zu treffen, um das wunderbare Risiko der Liebe zu wagen."

Neben dem kühnen Traum echter Liebe – statt moderner "Zerrbilder" – empfahl der Papst den jungen Menschen im Stadion am heutigen Fest der Kreuzerhöhung auch noch das Sakrament der Versöhnung mit Gott: Die Beichte. "Lasst euch das nicht wegnehmen", beschwor der Papst seine Zuhörer. 

"Wenn ihr das nächste Mal zur Beichte geht, denkt wieder daran: Ich empfange jetzt wieder diese Umarmung, die mir so gutgetan hat. Ich gehe nicht zu einem Richter, um Rechnungen zu begleichen, ich gehe zu Jesus, der mich liebt und heilt. Räumen wir Gott in der Beichte den ersten Platz ein. Wenn er der Protagonist ist, wird alles schön und die Beichte wird zum Sakrament der Freude. Ja, der Freude, nicht der Angst und nicht der Verurteilung, sondern der Freude.”

In Pressburg hat Papst Franziskus den gestrigen Tag Treffen mit politischen und zivilen Autoritäten, katholischen Geistlichen und Ordensleuten sowie der jüdischen Gemeinde gewidmet.

Heute besuchte er ein Viertel der Roma-Gemeinde im Osten des Landes, und feierte zuvor eine Göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus.

An seinem letzten Tag wird er mit den Bischöfen in der Basilika von den Sieben Schmerzen Mariens in Šaštín – zu Deutsch Maria Schoßberg – beten, gefolgt von der Feier der Messe zum Festtag Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen.

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