Papst Franziskus spricht beim Angelus über Migrationskrise

"Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft": Papst Franziskus beim Gebet des Angelus aus dem Fenster des Apostolischen Palastes
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch

Papst Franziskus hat am heutigen Sonntag nach dem traditionellen Mittagsgebet den Migranten seines Gebets versichert, die aus dem Nahen Osten nach Osteuropa geflogen sind, um von dort nach Deutschland zu kommen. 

Seit Monaten warnen Polens Bischöfe vor der humanitären Situation an der 400 Kilometer langen Genze zu Weißrussland. 

"Die Migranten, die sich in diesen Krisensituationen befinden, versichere ich meines Gebet, das von Herzen kommt: Seid gewiss, dass ich euch nahe bin", sagte der Papst vom Fenster des Apostolischen Palastes über dem Petersplatz. 

Er danke allen Institutionen, der katholischen Kirche und anderen, die sich für die Linderung des Leids der Migranten einsetzten, so der Pontifex am 28. November.  

"Wie viele Migranten sind auch in diesen Tagen großen Gefahren ausgesetzt, wie viele verlieren ihr Leben an unseren Grenzen", sagte das Kirchenoberhaupt. "Die Nachrichten über die Situationen, in denen sich so viele von ihnen befinden, stimmen mich traurig".

In seiner Ansprache rief Franziskus zudem zur Wachsamkeit auf: Mit Blick auf die Lesungen zum heutigen Adventssonntag erklärte der Papst, dass Wachsamkeit auch als Aufmerksamkeit zu verstehen sei.  

"Seid aufmerksam, lasst euch nicht ablenken, bleibt also wach! Und Wachsamkeit bedeutet: Lasst nicht zu, dass euer Herz träge wird und euer geistliches Leben in der Mittelmäßigkeit versinkt", so der Papst, und fuhr fort: "Passt auf, denn man kann auch ein 'schlafender Christ' sein: ein Christ ohne geistlichen Schwung, ohne Eifer im Gebet, ohne Begeisterung für die Mission, ohne Leidenschaft für das Evangelium." 

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