Papst Franziskus Ehrenmitglied der Kölner Rogamus-Stiftung für Berufungen

Papst Franziskus mit Pfarrer Regamy Thillainathan, Direktor für Berufungspastoral in Köln.
Foto: Vatican Media
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Einen prominenteren Unterstützer könnte sich das Erzbistum Köln nicht wünschen: Papst Franziskus hat sich um die Ehren-Mitgliedschaft der beim Dreikönigsfest im Januar von Kardinal Rainer Maria Woelki gegründeten Rogamus-Stiftung für Berufungen beworben. Der Heilige Vater habe seinen – natürlich erfolgreichen – Antrag persönlich unterschrieben, wie das Erzbistum per Twitter mitteilte.

Pfarrer Regamy Thillainathan stellte die Stiftung und die dazugehörige Kampagne am Montag bei einer Audienz vor – und konnte den Papst zugleich im Auftrag von Kardinal Woelki zum Ehrenmitglied ernennen.

Zuvor feierte der Heilige Vater mit einem Kelch seines Vorgängers im Amt, Papst Paul VI., eine Messe. Dieser wird in den kommenden Wochen eine Reise durch das Erzbistum Köln antreten.

Der Kelch wurde von Kardinal Woelki im Rahmen eines Pontifikalhochamtes am Hochfest Darstellung des Herrn und dem Tag des geweihten Lebens am 2. Februar vom Kölner Dom aus ausgesandt, als Zeichen der Verbundenheit mit dem Erzbistum und zur Förderung geistlicher Berufung.

Der Erzbischof zeigte sich erfreut und dankbar über die Unterstützung des Heiligen Vaters:

"Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass der Heilige Vater als Ehrenmitglied dem Anliegen unserer Rogamus-Stiftung verbunden ist. Für die Zukunft der Kirche braucht es Menschen, die sich von Christus in den Dienst nehmen lassen und in seine spezielle Nachfolge eintreten."

Am Dreikönigsfest, dem 6. Januar 2018, gründete Woelki die Stiftung zur Förderung geistlicher Berufungen. "Mit der Stiftung werden wir Projekte finanzieren, die junge Frauen und Männer dabei unterstützen, Gottes Ruf an sie zu hören", so der Kardinal zum Auftakt.

Unter dem Namen "rogamus" – lateinisch "bitten" – gründete bereits Kardinal Joachim Meisner im Jahr 1999 eine Gebetsgemeinschaft für Berufungen. Das geistliche Zentrum der nun gegründeten Stiftung ist die Kapelle des Maternushauses, in der künftig an allen 24 Stunden des Tages um Berufungen gebetet wird.

Kardinal Woelki betonte, dass die Stiftung ausdrücklich jede Form von Berufung fördern soll und deshalb Angebote sowohl zur Förderung des priesterlichen und diakonalen Nachwuchses wie auch von Pastoral- bzw. GemeindereferentInnen dienen wird. "Es geht um die Zukunft der Kirche von Köln, die wir gemeinsam gestalten wollen. Es ist für uns überlebenswichtig, dass auch in Zukunft junge Menschen ihre Berufung zum besonderen Dienst in der Kirche entdecken. Vor dieser Herausforderung werde ich nicht weglaufen", so Kardinal Woelki.

Wie das Erzbistum im Januar mitteilte, gehören gemeinsame Fahrten mit Jugendlichen zu den weiteren ersten Programmpunkten im Angebot der Stiftung. "Junge Erwachsene sind heute oft lange unsicher, ob sie wirklich von Gott in seine spezielle Nachfolge gerufen sind", so Pfarrer Regamy Thillainathan im Januar. "Für diese Fälle wollen wir Angebote schaffen, uns als Gemeinschaft zwanglos kennenzulernen und Gleichgesinnte zu finden."

Finanziert wird die nun von päpstlicher Seite prominent unterstützte Initiative aus dem Privatvermögen des Kölner Erzbischofs sowie zweckgebundenen Nachlässen an den Erzbischöflichen Stuhl.

Mehr zur Stiftung unter www.rogamus.de 

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