Priester bittet spanische Caritas, keinen "Unsinn" über Christus zu schreiben

Ein Büro der spanischen Caritas
Foto: LMLM (CC-BY-S.A. 4.0)

Pfarrer Antonio María Domenech Guillén, Priester der Diözese Cuenca (Spanien), hat die spanische Caritas heftig dafür kritisiert, am vergangenen Sonntag, zum Fest der Taufe des Herrn, "Unsinn" über Christus geschrieben zu haben.

Das berichtet ACI Prensa, die spanische Schwesternagentur von CNA Deutsch.

"Jesus ließ sich zu seiner Zeit taufen als einer mehr, der auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit war, ohne Protagonismus, außerhalb des Tempels. Jesus ist die Kirche im Aufbruch, er nimmt den Geist Gottes an, der ihn als geliebten Sohn anerkennt und versteht, dass diese Liebe da ist, um sie zu teilen. Wir sind eingeladen, das Gleiche zu tun": Das schrieb die spanische Caritas am 9. Januar auf ihrem Twitter-Account.

Die Aussage löste scharfe Kritik aus.

"Erzählen Sie keinen Unsinn. Erstens hat der erste Teil nichts mit dem zweiten zu tun. Dass Jesus die Kirche im Aufbruch ist, hat nichts damit zu tun, dass er ein Wahrheitssucher mehr ist, der sich taufen lässt. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben; und der einzige Weg, um zum Vater zu gehen", antwortete der Priester über ein Video auf Twitter.

"Er brauchte keinerlei Wahrheit zu suchen, denn die Wahrheit war Er", präzisierte Pater Domenech.

Der Priester erklärte dann, im Moment sei "das Problem, dass wir Christen vergessen, dass Christus die Wahrheit ist oder wir glauben es nicht, und deshalb vermitteln wir derart irrige Botschaften, die - abgesehen davon, dass sie Lügen sind - Unsinn sind."

Pfarrer Domenech mahnte auch, dass "man die christliche Nächstenliebe, die Liebe Christi, nicht ausüben könne, wenn man keinen Glauben an Christus hat."

Weiter erklärte er: "An dem Tag, an dem der Vater sagt: ´Das ist mein geliebter Sohn´ und die ganze Welt es mitbekommt, weil sich der Himmel öffnet und der Heilige Geist herabkommt und Johannes auf Ihn als das Lamm Gottes zeigt, das die Sünde der Welt hinwegnimmt, kannst Du mir nicht sagen, dass Er dort ist, um die Wahrheit zu suchen."

Der spanische Priester betonte, dass es wahr ist, dass Christus "sich unter die Sünder gesellt hat, aber nicht, weil er die Wahrheit suchen musste, sondern damit wir erkennen, dass wir irren".

"Also, bevor wir, mit viel Bedacht, eine Botschaft teilen, lasst uns den wahren Glauben weitergeben, zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen, und das andere wird uns dazugegeben werden."

Pfarrer Domenech warnte auch, wenn dies nicht geschehe und "wir das, was dazugegeben wird suchen, und das Reich Gottes vergessen, dann werden wir ohne Fundament bleiben, weil wir nicht Christus vermitteln."

"Geschwister der Caritas: Den, der irrt, zu korrigieren, ist eine Chritenpflicht, ein Werk der Barmherzigkeit, ein Werk der Liebe. Entschuldigt euch, korrigiert den Tweet und studiert Christus!" – so forderte der Priester am Ende seines Videos.

Diesem Aufruf ist die Caritas – trotz zahlreicher weiterer kritischer Kommentare zu ihrem Tweet – bislang nicht nachgekommen. Sie hat den Text nicht korrigiert, er ist weiterhin in der Originalfassung auf ihrem Account zu finden. 

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