"Pro Life" ist auch "Pro Family": Marsch fürs Leben in Wien

Marsch fürs Leben in Wien 2020.
Foto: Eduard Pröls / Marsch für das Leben Österreich

Ein Marsch fürs Leben ist auch ein Marsch für Familien, für sozialen Frieden, für eine positive Entwicklung des menschlichen Lebens, Wohlstand und eine europäische Identität. Das hat Bischof Klaus Küng anlässlich des diesjährigen Marschs für das Leben am gestrigen Samstag in Wien gepredigt.

Tausende Teilnehmer nahmen an der friedlichen Kundgebung teil.

"Jeder Mensch, ganz gleich wie alt oder jung, groß oder klein, stark oder schwach, hat dasselbe Recht auf Leben": Das hatten die Veranstalter der Kundgebung im Vorfeld erklärt. Unter dem Motto "Liebe sie beide!" forderten sie insbesondere eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zum Schutz von Frauen und deren Kindern vor der Geburt, etwa Beratungs- und Unterstützungsangebote und eine dreitägige Bedenkzeit vor Abtreibung ungeborener Kinder.

Bei dem auf die Messe in der Karlskirche folgenden Marsch für das Leben demonstrierten in der Wiener Innenstadt nach Angaben der Presse-Agentur der österreichischen Bischofskonferenz unter anderem der Jugendbischof Stephan Turnovszky und die VP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler. Der friedliche Marsch begann mit einer Kundgebung am Karlsplatz und führte von dort über die Wiener Ringstraße zum Heldenplatz und wieder zurück.

Ein polizeiliches Großaufgebot begleitete die Teilnehmer des Marsches – unter ihnen auch Familien mit Kindern – um sie vor extremistischen Gegendemonstranten zu schützen.

Jede echte "Pro Life"-Bewegung ist zugleich eine Bewegung "Pro Family"

In seiner Predigt in der Karlskirche am 17. Oktober bekräftige Küng, Bischof emeritus von St. Pölten, dass "echte Liebe" der beste Schutz des Lebens sowohl an seinem Beginn als auch an seinem Ende und in allen schwierigen Situationen sei. "Es gibt einen inneren Bezug zwischen Leben und Liebe. Jeder Mensch ist zu Liebe berufen, die die Erfüllung des Lebens ausmacht. Und in der ehelichen Beziehung wird diese Liebe, wenn Gott es schenkt, in geheimnisvoller Weise fruchtbar: das Ja zum Kind, das Ja zu dieser Fruchtbarkeit führen zu einer besonderen Verbundenheit mit Gott, dem Schöpfer", so Küng: "Es geht um etwas Großes und Heiliges.

"Dieses Ja zu fördern und die Kinder bejahende Familie zu stützen gehört zu den größten Herausforderungen Österreichs und Europas. Ohne Beachtung dieses zentralen Aspektes des menschlichen Lebens sind nachhaltig positive Entwicklungen nicht erreichbar, auch der Wohlstand, die Identität Europas und der soziale Frieden in den einzelnen Nationen werden nicht halten".

Seine Predigt schloss Küng mit den eindringlichen Worten: "Die Wahrheit macht frei und außerdem ist sie anziehend. Maria wird uns beistehen." Der nächste Termin steht indessen schon fest: Für den 16. Oktober 2021 ist wieder ein Marsch fürs Leben in der österreichischen Hauptstadt geplant. 

Hinweis, 20. Oktober 2020: Eine frühere Fassung berichtete irrtümlicherweise, dass hunderte Teilnehmer am Marsch beteiligt waren. Die Zahl wurde entsprechend nach oben korrigiert.

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