Thuiner Franziskanerinnen geben Niederlassung in Rostock auf

Mutterhaus der Thuiner Franziskanerinnen
Foto: Heribert Duling (Famduling) / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Nach 113 Jahren geben die Thuiner Franziskanerinnen ihre Niederlassung in Rostock im Erzbistum Hamburg auf. Im Laufe der Jahre lebten dort genau 100 Ordensschwestern, um sich neben dem Gebet verschiedenen karitativen Aufgaben zu widmen – zuletzt bestand die Gemeinschaft nur noch aus drei Franziskanerinnen.

Im Anschluss an die Auflösung des Konvents im Juli zieht es die drei Schwestern an verschiedene neue Wirkungsorte. Sr. Bernadet wird ins Emsland versetzt, so das Erzbistum Hamburg. Sr. Ingetraud geht nach Osnabrück und Sr. Birgit ins Mutterhaus in Thuine.

Die Thuiner Franziskanerinnen heißen eigentlich "Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg zu Thuine" und wurden 1869 in Thuine im südwestlichen Niedersachsen gegründet.

Bis heute gibt es trotz Nachwuchssorgen neben der deutschen auch eine niederländische Provinz sowie Provinzen für Amerika (einschließlich Brasilien), Japan und Indonesien (einschließlich Papua-Neuguinea und Osttimor). Weitere Häuser finden sich in Italien und Albanien.

Nächster Wegzug von Ordensschwestern

Erst am 11. Juni hatte der Hamburger Erzbischof Stefan Heße die in einem Kloster auf der Elbinsel Finkenwerder lebenden Karmelitinnen aus seiner Erzdiözese verabschiedet.

Die Schwestern waren erst Ende 1999 nach Hamburg gekommen. Rund 20 Jahre später musste das Kloster wegen Nachwuchsmangel schon wieder geschlossen werden.

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