Christus ist der wahre König

Jesus Christus auf dem Schleier der Veronika in der Darstellung des Meisters von Köln.
Foto: Paul Badde / EWTN.TV

Am heutigen Sonntag feiert die Kirche die wahre Königsherrschaft Jesu Christi. Das Fest ist eine Erinnerung daran, wer im Herzen der Katholiken herrscht. An politischer Aktualität hat der Tag bis heute nichts verloren. 

Eingeführt hat es Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika Quas primas vom 11. Dezember 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa um dem Säkularismus und Laizismus gegenzusteuern und Katholiken zum Widerstand gegen diese und andere Ideologien zu ermutigen, statt in "Gleichgültigkeit und Furchtsamkeit" zu verfallen.

Tatsächlich verehrten junge deutsche Katholiken in der Weimarer Republik bewußt Christus als König – im Kontrast zum Führerkult der Nazis und dem Atheismus der Kommunisten. Bereits damals setzte die katholische Jugend ein Zeichen gegen hasserfüllte, gottlose Ideologien mit ihrem Bekenntnis zur Königsherrschaft Gottes.

Offiziell heißt der Tag das Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Universums (Sollemnitas Domini Nostri Iesu Christi Universorum Regis). 

Seit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils fällt das Fest auf den heutigen letzten Sonntag des Kirchenjahres, Ende November.

Auf dem Sockel, der auf der Mitte des Petersplatzes den Obelisken trägt, steht dieses exorzistische Gebet.

Christus vincit

Christus regnat

Christus imperat 

Christus ab omni malo

Plebem suam defendat

Auf der anderen Seite steht:

Ecce Crux Domini  / Fugite Partes Adversae / Vicit Leo de tribu Juda

(Seht das Kreuz des Herrn! / Flieht ihr feindlichen Mächte!/ Gesiegt hat der Löwe vom Stamme Juda.)

Das Gebet wird dem heiligen Antonius dem Großen (251 – 356) zugeschrieben, dem "Vater der Mönche" und "Arzt der Christenheit" aus Afrika, der zu seiner Zeit in Ägypten noch wie selbstverständlich den orientalischen Herrschertitel "Löwe" auch für Christus, den König und Sohn Davids benutzte.

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