Gab es im Studienjahr 2013/14 noch 150 Priesteramtskandidaten in Mailand, waren es im Jahr 2022/23 nur noch 78 – darunter nur sechs Neueintritte.
Die Altäbtissin sei „eine treue und gewissenhafte Beterin“ gewesen, erklärten die Zisterzienserinnen.
„Aufgrund seiner eigenen Erfahrung ist sich Paulus der Gefahr eines verzerrten, in die falsche Richtung gerichteten Eifers nicht unbewusst“, erläuterte der Pontifex.
Er habe „das Gefühl, dass in vielen Diözesen die Dokumente des II. Vaticanums noch gar nicht angekommen sind“, sagte Kräutler.
Man könne meinen, dass „unsere Kirche das mitunter vergessen hat, was es heißt, dem Leben zu dienen“, sagte der Münsteraner Weihbischof.
„Wir müssen klar und entschieden eintreten für das Leben: von Mutter und Kind, von Menschen mit und ohne Behinderung, von Alt und Jung.“
Er selbst sei mit den glaubenstreuen Priestern in Deutschland verbunden und bete täglich für sie, betonte der Kardinal in seinem Schreiben.
„Wir begegnen Jesus, indem wir ihn bezeugen.“
„Es gibt schlicht keinen Grund mehr, warum wir einander nicht von Angesicht zu Angesicht begegnen und miteinander die Passion und die Auferstehung Jesu feiern sollten.“
Haßlberger hatte seinen Rücktritt gemäß Kirchenrecht schon zu seinem 75. Geburtstag eingereicht, wurde damals aber gebeten, noch einige Zeit weiter als Weihbischof zu wirken.