Bischof Bätzing: Kontroverse Themen bei ad-limina-Besuch „offen und ehrlich ansprechen“

Bischof Georg Bätzing
Rudolf Gehrig / CNA Deutsch

Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat angekündigt, man werde beim ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom die beim Synodalen Weg diskutierten Themen „offen und ehrlich ansprechen“.

„Ich glaube auch, dass es kein Zufall ist, dass wir Bischöfe jetzt nach Rom eingeladen sind“, zeigte sich der Limburger Bischof in einem am Freitag auf der Internetseite der Diözese veröffentlichten Gespräch überzeugt. „Es gibt klar erkennbaren Gesprächsbedarf, gerade über das, was wir als Weg der Umkehr und Erneuerung für die Kirche in unserem Land im Synodalen Weg zusammen mit vielen machen.“

Er wisse, „dass es viel Unverständnis zu unserem Weg in Rom gibt“, so Bätzing. „Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir wirklich viel Zeit haben, darüber miteinander zu reden. Das ist eine echte Chance.“

Der Synodale Weg steht wegen anvisierter und teils bereits eingeleiteter Kehrtwenden in der überlieferten katholischen Lehre an verschiedenen Stellen in der Kritik. Der Papst sagte etwa Anfang November, die Deutschen sollten „den Glaubenssinn des Volkes nicht verlieren“. Es gelte: „Deutschland hat eine große evangelische Kirche, ich will keine andere, die nicht so gut ist wie diese. Ich will, dass die Katholiken mit der evangelischen Kirche brüderlich verbunden sind.“

Bischof Bätzing betonte, beim ad-limina-Besuch, der am Montag begann, werde er nicht in erster Linie als DBK-Vorsitzender auftreten, sondern als Bischof von Limburg.

„Die aktuelle Situation der Kirche ist sehr herausfordernd“, sagte der Bischof. „Es trifft mich persönlich sehr, dass so viele Menschen aus der Kirche austreten. Sie geben damit ein Votum ab und zeigen mir, dass sie nicht mehr damit einverstanden sind, wie sich Kirche darstellt. Die Gründe sind sicherlich vielfältig und größtenteils auch berechtigt. Dennoch gibt es Gründe zu bleiben.“

Im Bericht für die römischen Behörden für das Bistum Limburg habe man „deshalb zusammengetragen, was es an Aufbrüchen und tollem Engagement gibt. Wir haben auf die Verkündigung und die Gottesdienste in der Diözese geblickt. Wir berichten vom Engagement von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen und vom Wirken der Caritas. Wir schauen auf unsere Kindertagesstätten und Schulen, auf die Erwachsenenbildung, auf die Jugendarbeit und auf unsere Verbände.“

„Ich bin wirklich stolz darauf, wie wir im Bistum Limburg aufgestellt sind und wie wir die Zukunft der Kirche und der Menschen im Blick haben“, erklärte Bätzing. „Davon werde ich ganz viel berichten.“

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