„Wohl der ganzen Schöpfung anstreben“, fordert Umweltbischof Lohmann

Weihbischof Rolf Lohmann
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Der für Umwelt- und Klimafragen innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zuständige Weihbischof Rolf Lohmann hat die Gläubigen aufgefordert, „das Wohl der ganzen Schöpfung“ anzustreben und „unseren Lebensstil“ zu ändern. Lohmann äußerte sich zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, der jährlich am 1. September begangen wird.

„Ohne eine intakte Schöpfung nützen uns weder wirtschaftlicher Profit noch technischer Fortschritt“, betonte der Münsteraner Weihbischof. „Dann können wir kein ‚Leben in Fülle‘ haben und Gerechtigkeit und Frieden versiegen wie das Wasser.“

„Es ist unsere Verantwortung als Kinder Gottes, die Erwärmung des Klimas und die Zerstörung der Natur zu stoppen“, erklärte Lohmann. „Dazu müssen wir uns als Einzelne und als ganze Menschheitsfamilie engagieren.“

Er unterstütze „ausdrücklich den Aufruf zum Globalen Klimastreik am 15. September 2023. Für die Bewahrung der Schöpfung bedarf es des Dialogs und des gemeinsamen Engagements. Je mehr Menschen sich öffentlich und friedlich für den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität aussprechen, desto eher können wir der Sorge um die Schöpfung gegenüber der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft Ausdruck verleihen.“

„Es ist gut, wenn wir innerhalb der Kirche und in der ganzen Gesellschaft daran erinnern und der Verantwortung aller Menschen Rechnung tragen“, zeigte sich der Weihbischof überzeugt.

In dieser Woche hatte sich Lohmann der Initiative „Müllfrei Dorsten“ angeschlossen und in der Stadt Müll aufgesammelt, der nicht ordnungsgemäß entsorgt worden war. „Das ist nicht zu glauben, wie achtlos manche Menschen mit der Natur umgehen“, kommentierte Lohmann die Aktion.