Umwelt-Bischof Lohmann bezeichnet Papst-Schreiben „als Maß“ für Kirche in Deutschland

Weihbischof Rolf Lohmann (Archivbild)
screenshot / YouTube / BistumMuenster

Weihbischof Rolf Lohmann von Münster hat erklärt, er nehme das von Papst Franziskus am Mittwoch unter dem Titel „Laudate Deum“ veröffentlichte Apostolische Schreiben zur „Klimakrise“ für die Kirche in Deutschland „als Maß, an dem wir unsere eigenen Anstrengungen messen lassen müssen“. Lohmann ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für das Thema Umwelt zuständig.

„Schon heute wird in den deutschen (Erz-)Diözesen viel getan, beispielsweise beim Gebäudemanagement, bei der Mobilität oder der nachhaltigen Beschaffung“, betonte der Bischof. „Doch das ist nicht genug und wir müssen mehr tun!“

„In vielen (Erz-)Diözesen gibt es Beschlüsse, dass sie klimaneutral werden wollen“, erklärte Lohmann. „Die Deutsche Bischofskonferenz hat vor fast genau zwei Jahren, im Oktober 2021, ihren ersten Klima- und Umweltschutzbericht veröffentlicht. Für diesen Bericht ist eine Fortschreibung in Planung, die wesentlich konkreter gefasst werden soll. Dabei müssen wir uns von Laudate Deum leiten lassen.“

„Mit einem auf diese Weise geschärften Blick schauen wir dann neu auf unsere Anstrengungen“, zeigte sich der Umwelt-Bischof überzeugt. „Wir wollen uns, dem Papst folgend, zu einem Engagement für die Schöpfung verpflichten, das nicht nur effizient ist, sondern dessen Erfolg auch überwacht wird, um uns weiter zu verbessern.“

Mit „Laudate Deum“ habe Papst Franziskus „seine Überlegungen und Forderungen, denen er bereits im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris 2015 mit der Enzyklika Laudato si’ Ausdruck verliehen hat“, konkretisiert.

„Der Papst ist getrieben von der Sorge, dass die global vereinbarten Ziele nicht eingehalten werden und dass die bisherigen Anstrengungen der Menschheit bei Weitem nicht ausreichen, um den Klimawandel noch aufzuhalten, dessen Auswirkungen vor allem zu Lasten der Armen und am meisten gefährdeten Menschen gehen“, konstatierte Lohmann. „Deshalb dürfen die ökologischen und sozialen Probleme, der Einsatz für die Umwelt und die Armen niemals getrennt werden.“