Redaktion - Donnerstag, 29. Januar 2026, 14:40 Uhr.
Die Finanzierung der geplanten Synodalkonferenz zur Verstetigung des Synodalen Wegs steht bereits vor der offiziellen Genehmigung des Gremiums durch die zuständigen vatikanischen Stellen. „Wir haben einen gemeinsam verabschiedeten Haushalt, in dem die Haushaltsposition zur Finanzierung der Synodalkonferenz […] auch gesichert ist“, sagte der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, auf Nachfrage von CNA Deutsch.
Es bedürfe „keines Trägervereins mehr“, betonte Bätzing bei der Pressekonferenz zum Auftakt der sechsten und letzten Synodalversammlung des Synodalen Wegs, bevor im November die Synodalkonferenz zum ersten Mal zusammentreten soll. Bätzing ist neben Irme Stetter-Karp, der Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, einer von Präsidenten des Synodalen Wegs.
Der Synodale Ausschuss, der in den letzten rund zwei Jahren die Synodalkonferenz – die damals noch Synodaler Rat heißen sollte – vorbereitete, konnte nicht durch den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) finanziert, weil einige Bischöfe sich der Zustimmung zu diesem Posten verweigerten. So gründeten die anderen Bischöfe bzw. Bistümer, die dem Synodalen Weg nicht ablehnend gegenüberstanden, einen eigenen Trägerverein. Der VDD ist Rechtsträger der DBK.
Auf die Frage von CNA Deutsch, in welchem Zeitrahmen man die römische Genehmigung der Satzung der Synodalkonferenz erwarte, antwortete Bätzing: „Das kann ich nicht sagen. Wir werden unmittelbar nach der Frühjahrs-Vollversammlung natürlich den das offizielle Dokument nach Rom senden, aber – auch darüber war ja schon berichtet worden – wir haben auch bereits gleich nach der Abstimmung im Synodalen Ausschuss das Dokument nach Rom gegeben.“
„Unser verlässlicher Partner Erzbischof Iannone hat ja mittlerweile seine Aufgabe gewechselt und ist jetzt Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe, der auch zuständig ist für die Bestätigung“, fuhr der DBK-Vorsitzende vort. „Und da haben auch in der Zwischenzeit Gespräche stattgefunden. Es werden auch weitere Gespräche stattfinden, so dass das also nicht ein formaler Prozess ist.“
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„Ich hoffe deshalb – das ist meine Zuversicht – , dass das nicht allzu lange wird“, sagte Bätzing. Ohnehin sei zwischen Februar und November „noch ein gehöriges Stück Zeit. Also, ich erwarte, dass es in dieser Zeit auch gelingt.“
Im Februar werden die deutschen Bischöfe bei ihrer Vollversammlung über die Satzung der Synodalkonferenz abstimmen. Bereits vor einigen Jahren hatten vier Diözesanbischöfe den Synodalen Weg aufgrund der nachhaltigen römischen Kritik bereits verlassen. Einer dieser Bischöfe ist nicht mehr im Amt. Bischof Stefan Oster SDB von Passau nimmt derzeit an der Synodalversammlung teil, während Kardinal Rainer Maria Woelki von Köln und Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg ihr fernbleiben.
Knackpunkt der Satzung der Synodalkonferenz ist die Idee des gemeinsamen Beratens und Entscheidens von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen. In der Satzung heißt es dazu: „Die berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung.“
Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren. Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – etwa mit Blick auf Frauenordination, die reguläre Taufspendung durch Laien und Homosexualität.





