25 Jahre Erzbistum Hamburg: Papst Franziskus gratuliert

Domkirche St. Marien in Hamburg
Foto: Ajepbah (CC BY-SA 3.0)

Mit einem Festgottesdienst im Hamburger St. Marien-Dom hat das Erzbistum Hamburg am Dienstag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Wie die Pressestelle des Erzbistums mitteilte, überbrachte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, die Glückwünsche von Papst Franziskus und betonte, "wie wichtig die ökumenische Verbundenheit" der Kirchen in Norddeutschland sei.

In seiner Predigt nahm der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode die Herausforderungen für die Kirche heute in den Blick. "Kirche, die dem Auferstandenen auch in Zukunft begegnen will, muss wieder in die völlige Einfachheit gehen, zu den Menschen, wo sie leben, lieben und leiden, wo die Leute Jesu nicht nur in festen Gemeinden leben, sondern an vielen neuen und anderen Orten", sagte Bode. Besonders für die hierarchische, amtlich verfasste Kirche gelte es, "neu zu verstehen, dass es nicht um die Rückeroberung alter Herrlichkeit geht, sondern darum, mitten unter den Menschen zu sein und in neuer Gemeinschaft hinter Jesus her zu sein, in seiner Nachfolge zu den Menschen". Er wünsche sich eine Kirche, "in der wir Gastfreundschaft anbieten, aber auch um Gastfreundschaft werben bei den Menschen, die kaum noch eine Beziehung zur Kirche haben oder gar nicht zur Kirche gehören."

In seinem Glückwunsch sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther: "Sie sind trotz aller Herausforderungen mit Spaß und Freude dabei, Kirche zu gestalten. Dafür wünsche ich Ihnen auch weiterhin viel Kraft und Ausdauer."

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig für Kirchenangelegenheiten, war anwesend und lobte Kirchen als "lokale Gemeinschaften", die "den Menschen Halt und Sicherheit" bieten. Die evangelische Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt zeigte sich erfreut über die Fortschritte in der Ökumene: "Im Gespräch über unseren Glauben, im gemeinsamen Gebet und Engagement für andere, für Menschen in Not, im Engagement für ein friedliches und gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft erleben wir uns als Schwestern und Brüder. Dass dieser Weg uns auch zukünftig zu noch größerer Verbundenheit und ökumenischer Gemeinschaft führt, dazu schenke Gott uns seinen reichen Segen!"

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Das Erzbistum Hamburg entstand in der Folge der deutschen Wiedervereinigung. Mit Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg verbindet es als einziges Bistum Länder der alten Bundesrepublik mit Teilen der früheren DDR. Im flächenmäßig größten deutschen Bistum leben rund 400.000 katholische Christen. Stefan Heße ist nach Ludwig Averkamp und Werner Thissen der dritte Hamburger Erzbischof.

Vor drei Jahren hat Heße einen "inhaltlichen und wirtschaftlichen Erneuerungsprozess des noch jungen Bistums" eingeleitet, wie die Pressestelle mitteilt. Dieser Prozess soll auch eine Reaktion auf die hohe Verschuldung der Erzdiözese sein (CNA Deutsch hat berichtet).

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