Bischof Meier: Christen werden bis heute "verfolgt, unterdrückt oder gar getötet"

Bischof Bertram Meier am 31. Januar 2021
Foto: Maria Steber / pba

Anlässlich des Tags des Gebets und der Solidarität mit verfolgten Christen hat der Augsburger Bischof Bertram Meier erklärt, "Tausende Christen in vielen Ländern der Erde" hätten "bis auf den heutigen Tag Angst, ihren Glauben offen zu leben, weil sie dafür werden". Der Gebets- und Solidaritätstag wurde am Sonntag vom Bistum Ausburg und dem Hilfswerk "Kirche in Not" organisiert.

In seiner Ansprache beim Kreuzweg verwies Meier auf die kirchliche Position zur Religionsfreiheit, wie sie beim Zweiten Vatikanischen Konzil formuliert worden sei.

"Mehr denn je erkennen wir heute, dass speziell Religionsgemeinschaften eine wichtige Rolle spielen als Faktoren, die durch ihre Präsenz in den verschiedenen Regionen der Welt zur Erhaltung des Friedens beitragen oder umgekehrt, Konflikte verschärfen", so der Bischof. "Umso wichtiger ist es, dass alle gottgläubigen Menschen die Unverletzlichkeit des religiösen Bekenntnisses anerkennen und füreinander eintreten."

Es gelte, dem "einen und einzigen Gott" zu danken "für seinen Sohn Jesus Christus, der seine Botschaft niemandem aufgezwungen hat und stattdessen Folter und Tod auf sich nahm, damit alle die Wahrheit erkennen: 'Gott ist Liebe' (1 Joh 4,8). Sein Erlösungswerk am Kreuz erwarb den Menschen Heil und wahre Freiheit. IHM wollen wir nachfolgen, unser eigenes Kreuz auf uns nehmen und durch unser Leben und Handeln im Alltag bezeugen, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, ganz besonders aber den Schwestern und Brüdern, die sich zu diesem Glauben bekennen und dafür weltweit verfolgt werden."

Der nigerianische Bischof Wilfred Anagbe war in Augsburg zu Gast und berichtete von der schwierigen Lage, in der sich Christen in seiner Heimat befänden. Bischof Meier ist Vorsitzender der Kommission Weltkirche innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

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