Weihbischof Johannes Wübbe neuer Jugendbischof

Kardinal Marx neuer Medienbischof, Bischof Overbeck Vorsitzender der Glaubenskommission der deutschen Bischofskonferenz

Weihbischof Johannes Wübbe
Foto: Bistum Osnabrück

Die deutsche Bischofskonferenz hat bei ihrer Herbstvollversammlung am gestrigen Dienstag die Mitglieder der 14 bischöflichen Kommissionen für die neue Arbeitsperiode 2021 bis 2026 gewählt. Der Passauer Bischof Stefan Oster ist künftig nur noch stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission. Sein Amt als Jugendbischof wird nun vom Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe übernommen.

Auch die Glaubenskommission hat einen neuen Vorsitzenden. Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) wird sie künftig leiten. Stellvertretender Leiter ist Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg. 

Weil der bisherige Leiter der Pastoralkommission, Bischof Franz-Josef Bode (Bistum Osnabrück), im Februar 2026 das 75. Lebensjahr erreicht und damit beim Papst seinen altersbedingten Rücktritt einreichen muss, gibt er ebenfalls den Vorsitz ab an den Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.

Aus Altersgründen wird auch Erzbischof Ludwig Schick (Erzbistum Bamberg) nicht länger Vorsitzender der Kommission Weltkirche sein. Sein Nachfolger ist der Bischof von Augsburg, Bertram Meier. Ferner wurde der Fuldaer Bischof Michael Gerber zum Vorsitzenden der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste gewählt, der Hildesheimer Bischof übernimmt den Vorsitz der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.

Neuer Medienbischof: Kardinal Reinhard Marx

Nachdem unlängst der bisherige Medienbischof Gebhard Fürst (Bistum Rottenburg-Stuttgart) angekündigt hat, aus Altersgründen den Vorsitz der Publizistischen Kommission abzugeben, ist gestern sein Nachfolger gewählt worden. Neuer Medienbischof ist nun Kardinal Reinhard Marx (Erzbistum München und Freising).

Marx, der als Vorgänger von Bischof Georg Bätzing Vorsitzender der Bischofskonferenz war, hatte 2015 in Fulda für Empörung gesort mit der Aussage, dass "Verbloggung" manchmal auch zur "Verblödung" führe (hier im Original-Video).

Hintergrund war die Frage eines Journalisten an den damaligen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, wie Marx und die Bischöfe gegen "innerkirchliche Fundamentalisten" vorgehen wollen, die sich unter anderem auf eigenständig geführten Internetforen (Blogs) austauschten.

Keine Änderungen

Bei den anderen Kommissionen gab es keine Änderungen im Vorsitz. So bleibt Bischof Gerhard Feige weiterhin der Leiter der Ökumene-Kommissione, Erzbischof Heiner Koch ist weiterhin Familienbischof und Erzbischof Stefan Heße übernimmt wieder die Leitung der Kommission für Migration, nachdem Papst Franziskus seinen Rücktritt als Erzbischof abgelehnt hat.

Weiter bleiben im Amt die Vorsitzenden in den Kommissionen Liturgie (Bischof Stephan Ackermann), Erziehung und Schule (Erzbischof Hans-Josef Becker), Wissenschaft und Kultur (Kardinal Rainer Maria Woelki, Köln) und caritative Fragen (Erzbischof Stephan Burger, Freiburg).

Die Bischöflichen Kommissionen wurden "zur Bearbeitung von Fragen bestimmter Sachbereiche" errichtet. Ihre Aufgaben sind nach den Vorgaben der deutschen Bischofskonferenz:

  1. Die Entwicklung in ihrem Sachbereich zu beobachten und entsprechende  Stellungnahmen für die Vollversammlung zu erarbeiten,
  2. die Beschlüsse der Vollversammlung und des Ständigen Rates durchzuführen,
  3. die Erledigung der laufenden Aufgaben.

Hier finden Sie die detaillierte Übersicht über die Bischöflichen Kommissionen und ihre Vorsitzenden. Zu der Zusammensetzung der deutschen Bischofskonferenz und ihren verschiedenen Aufgaben lesen Sie gerne diesen Hintergrund-Artikel.

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