Deutsche Ordensobernkonferenz offen für Frauenweihe

Das ehemalige Kloster Beuerberg in Oberbayern mit der Kirche St. Peter und Paul
Foto: AHert / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

In ihrem Beitrag zur weltweiten Synode zur Synodalität hat sich die deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) offen für die Weihe von Frauen zu Priestern gezeigt.

Konkret heißt es in dem neunseitigen Dokument, das am Freitag veröffentlicht wurde, der Klerus repräsentiere "in Bildungsstand und beruflichem Hintergrund nicht ausreichend das gesamte Volk Gottes. Vor allem sind die Frauen systematisch ausgeschlossen. Sehr viele Ordensleute wünschen sich darum eine deutliche Öffnung; viele von uns – darunter auch eine große Anzahl von Männern – bis hin zur Weihe für Frauen."

Gerade wegen der Corona-Einschränkungen, aber auch darüber hinaus, sei "die tägliche Eucharistiefeier aufgrund des Priestermangels zunehmend nicht mehr möglich". Anstelle einer Messfeier seien häufig Wortgottesdienste gefeiert worden. Die Erfahrungen dabei waren "bei manchen Gemeinschaften überraschenderweise so positiv, dass häufiger der Wunsch aufkam, immer wieder in dieser Form die Liturgie zu feiern. Hier wirkt im Erleben der Ordensfrauen das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen, das durch die Taufe in allen Getauften grundgelegt ist."

Auch die Öffnung der Eucharistiefeier für Protestanten sei eine Möglichkeit, die "[v]iele von uns" stimmig fänden. "Wir leiden daran, dass das nicht möglich ist, bzw. dass es von unserer Kirche nicht erlaubt wird", so die DOK. "Solche, die sich eine so weitreichende Tischgemeinschaft noch nicht vorstellen können, wünschen sich jedoch zumeist einen größeren Gewissensspielraum bei Einzelentscheidungen bezüglich der Teilnahme am Mahl der jeweils anderen Konfession."

Mit Blick auf die Sexualmoral der Kirche erklärte die DOK: "Änderungen des Katechismus werden dringend gefordert, wo es um wiederverheiratete Geschiedene, um Menschen mit nicht heterosexueller Orientierung und um nicht-binäre und Trans-Menschen geht (LGBTQ). Neuerdings wird sogar sehr existentiell die Frage nach der Möglichkeit eines Ordenseintritts für nicht-binäre Menschen gestellt."

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