Bischöfe in Frankreich: Geschlecht der Eltern soll bei Taufe nicht mehr eingetragen werden

Taufe (Referenzbild)
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Wegen "Schwierigkeiten bei der Wortwahl" wollen mehrere französische Bischöfe nicht mehr das Geschlecht der Eltern bei der Taufe eintragen: Der Ständige Rat der französischen Bischofskonferenz stimmte einer entsprechenden Empfehlung zu, das Geschlecht der Eltern nicht mehr zu registrieren.

Das berichtet die "Catholic News Agency" (CNA).

Bereits Mitte Dezember schrieb Bischof Joseph de Metz-Noblat von Langres, Präsident des Rates der französischen Bischofskonferenz für kanonische Fragen: "Die immer komplexere Situation der Familien in Frankreich macht es extrem schwierig, katholische Gesetze zu verfassen, besonders was die Taufe betrifft".

Die Kanzleien in mehreren französischen Diözesen hätten "Schwierigkeiten bei der Wortwahl" aufgrund komplizierter Familienverhältnisse, so der Bischof weiter.

Einerseits könnten Seelsorger nicht Menschen abweisen, die rechtmäßig um die Sakramente bitten. Andererseits könnten Kinder nicht für die Situation ihrer Eltern – bzw. Erziehungsberechtigten – verantwortlich gemacht werden.

Mit einer neuen Formulierung werde man nun "die einfache Anerkennung der eigenen Familiensituation darstellen, ohne ein moralisches Urteil darüber zu fällen", so Bischof de Metz-Noblat.

Die Änderung sei nun vom Ständigen Rat der Bischöfe genehmigt worden.

Ob alle Bistümer Frankreichs diese Änderung einführen,  ist unklar, betonte Pater Claude Barthe, Herausgeber des Newsletters Catholic Res Novae. Es steht dem jeweiligen Bischof frei, wie er in seiner Diözese damit umgehe.

In Frankreich wurde im Jahr 2013 eine Ehe für homosexuelle Paare eingeführt, ebenso wie das Recht auf Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Ehepaare.

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