Muslime sind gerührt von der Geste der Franziskaner im Heiligen Land während des Ramadan

Wen es nur immer so friedlich zugehen könnte: Das gemeinsame Mahl
Foto: Custioda Terrae Sanctae
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Gemeinsam mit einer Gruppe Muslime haben die Franziskaner, die in Bethanien (im Heiligen Land) leben, den Iftar begangen, das Fastenbrechen bei Sonnenuntergang im Ramadan. 

Der Fastenmonat Ramadan begann am 26. Mai und endete am 24. Juni. Es ist Brauch, dass sich die Muslime am Abend, nach dem letzten Gebet zum Iftar versammeln und gemeinsam essen.

Die Begegnung zwischen den Franziskanern und den Muslimen fand am 14. Juni und auf Initiative des Architekten der Kustodie des Heiligen Landes und Verantwortlichen der archäologischen Ausgrabungen im Konvent der Franziskaner in Bethanien statt.

Der Iftar wurde vom Verein Pro Terra Sancta (ATS) und vom Mosaic Center aus Jericho organisiert und im Hof des Konvents der Franziskaner der Stadt durchgeführt.

Am Mahl nahmen die Franziskaner und einige muslimische Nachbarn teil. Auch der Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Patton, der Sekretär der Kustodie, Bruder David Grenier, der Verwalter, Bruder Ramzi Sidawi, und der Generalkonsul Italiens in Jerusalem, Fabio Skolowicz, waren anwesend.

Die Kustodie des Heiligen Landes berichtet, dass die Anwesenden an zwei Tischen vor der Kirche des Konvents Platz nahmen. Das Abendessen begann nach muslimischer Tradition mit einer Dattel und einem Glas Wasser. Danach folgten Reis, Hühnchen und andere Gerichte der Region.

Der Obere der Franziskaner in Bethanien, Pater Michael Sarquah, erklärte, es sei das erste Mal, dass ein Iftar im Konvent organisiert worden wäre. Er betonte auch, dass die Beziehungen der Brüder zu den Bürgern der Stadt gut seien, und "wir uns an Festen wie Freunde beglückwünschen."

Der stellvertretende Bürgermeister von Bethanien sprach den Wunsch aus, diese Initiative jedes Jahr zu wiederholen.

Der Kustos hob hervor, dass in Bethanien die Freunde Jesu lebten – Maria, Marta und Lazarus – und dass sie ihn stets aufnahmen.

"Ich denke an Bethanien wie an ein Haus der Freundschaft. Es ist wichtig, dass dieser Ort ein Haus bleibt, in dem wir uns versammeln und die Erfahrung der Freundschaft machen können".

Das Essen war von Fátima Faroun, der Vorsitzenden der Frauenhilfsorganisation Shorouq Society For Women, vorbereitet worden.

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