Wegen Kirchenkrise: Niederländischer Bischof nimmt nicht an Jugendsynode teil

Weihbischof Robertus Mutsaerts
Foto: Danny Gerrits / Wikimedia (CC-BY-SA 4.0)
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Der "Jugendbischof" der Kirche in den Niederlanden hat seine Teilnahme an der Jugendsynode abgesagt: Angesichts der Kirchenkrise habe Weihbischof Rob Mutsaerts den Papst darüber informiert, dass er den Zeitpunkt des für Oktober angesetzten Treffens nicht für den richtigen halte. 

Das berichtet das "Katholiek Nieuwsblad" unter Berufung auf offizielle Quellen vor Ort. 

Die Niederländische Bischofskonferenz respektiere die Entscheidung und betone "die Bedeutung konkreter Maßnahmen für eine sichere Kirche für Kinder und Jugendliche", so das "Nieuwsblad" am 19. September.

Die kommende Synode sei aus Sicht der niederländischen Bischöfe jedoch eine "Chance und Gelegenheit,  im Kontext des Themas diese [Maßnahmen] anzusprechen und mit Bischöfen aus aller Welt zu diskutieren".  

Weihbischof Everard De Jong van Roermond ersetzt nun Mutsaerts bei dem Treffen, das vom 3. bis 28. Oktober in Rom stattfindet.

Weltweit haben einzelne Bischöfe - darunter Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia - vorgeschlagen, die Jugendsynode zu verschieben oder auszusetzen. 

Papst Franziskus hat mittlerweile für Februar 2019 die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen einbestellt um die Missbrauch- und Vertuschungskrise zu erörtern, wie CNA Deutsch berichtete.

Auslöser der Krise sind zahlreiche Skandale um Missbrauch, sexuelles Fehlverhalten und dessen systematische Vertuschung in den USAChileHondurasAustralien, in Irland, aber auch Deutschland und den Niederlanden.

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