Bischof Timmerevers: 'Begeistert über Arbeit der Kirche in den USA für Berufungen'

Bischof Heinrich Timmerevers
Foto: Bistum Dresden-Meißen
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Beeindruckt hat sich Bischof Heinrich Timmerevers von Dresden-Meißen über den Umgang der Kirche in den USA mit der Kirchenkrise mit Blick auf den Umgang mit Berufungen zum Priestertum gezeigt.

Vom 12. bis 20. August hatte Timmerevers mit einer Delegation der deutschen Bischofskonferenz die Arbeit der Vocation Directors vor Ort kennen gelernt.

Das teilte die deutsche Bischofskonferenz am heutigen Mittwoch mit.

"Ich bin beeindruckt, wie die Kirche in den USA in ihrer Bedrängnis infolge der Missbrauchsskandale einen Neuaufbruch in der Berufungspastoral vollzogen hat. Die Früchte einer klaren Vision, einer vielfältig vernetzten Berufungspastoral sowie einer veränderten Seminarausbildung haben mich tief bewegt", so der Bischof.

Rosemary Sullivan, Direktorin der National Conference of Diocesan Vocation Directors, erläuterte der Delegation sowohl die strukturelle als auch die inhaltliche Ausrichtung der Berufungspastoral in den USA.

Die Kirche setze auf eine gemeinsame Ausbildung der künftigen Verantwortlichen der Berufungsarbeit der Diözesen für die Berufung zum Priester und begleite diese  weiterhin geistlich. Ebenso arbeite man in den USA an einer starken Vernetzung mit der Jugend- als auch der Hochschulpastoral und der Ausbildung in den Seminaren zusammen.

 

Bischof Timmerevers sprach mit Verantwortlichen der Priesterfortbildung des Instituts vom Heiligen Herzen, Vertretern mehrerer Bistümer – sowie der Jesuitenprovinz des Mittleren Westens.

Auch über die Hochschulpastoral der neuen missionarischen Initiative Fellowship of Catholic University Students, die eng mit US-Diözesen zusammenarbeitet, informierten sich die Besucher aus Deutschland.

Bischof Timmerevers zeigte sich beeindruckt von dem bereits geleisteten Kulturwandel in den USA hin zu einer Vision und Kultur der Berufung zum Priester, die gleichermaßen Pfarreien, Schulen, Hochschulen und Priesterseminare durchdringe:

"Ich wünsche mir, dass wir im Anschluss an diese Erfahrungen auch in unserem Land darüber ins Gespräch kommen, wie wir eine solche Vision und Kultur der Berufung in den unterschiedlichen pastoralen Feldern etablieren können. Mit dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Christus Vivit dürfen wir auch den Mut haben, jungen Männern den Weg des Priestertums attraktiv und zeitgemäß anzubieten."

Neben Bischof Timmerevers gehörten zur Delegation Verantwortliche aus mehreren Bistümern sowie Mitarbeiter der Bischofskonferenz.

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